Zur Extraschicht wird Schlägel und Eisen wachgeküsst

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Starfotograf Peter Kallwitz zeigt Bilder vom „Friedhof der Träume“ im Neanderal, wo 50 teils historische Wagen der Natur überlassen wurden. Foto: Kallwitz

15 Jahre lang währte der stille Dornröschenschlaf der Zeche Schlägel und Eisen; wachgeküsst wird sie pünktlich zur ExtraSchicht. Der neue Spielort setzt auf Zeitzeugen, Filme von damals und auf authentisches Ruhrgebietsgefühl mit Ecken und Kanten. Gestern wurde das Programm vorgestellt

. Vor 120 Jahren wurde das Areal der Zeche Schlägel und Eisen für den Bergbau erschlossen; zur ExtraSchicht kommt nach 15 Jahren Leerstand nun erstmals wieder Leben in die Gebäudeensembles. Stilecht zu Stullen, Bier und „anner Bude“ arbeiten Zeitzeugen und filmische Originalaufnahmen aus der ehemaligen Bergbau-Welt die Geschichte der Schachtanlage 3/4/7 auf und laden die Besucher dazu ein, eigene Spuren im Staub der Vergangenheit zu hinterlassen. Der Weg über das Gelände ist vor allem mit Musik und Kultur „gepflastert“: Die Schauspieler Christine Sommer und Martin Brambach lesen Ruhrgebietsanekdoten, Martin Lucaß und Dina intonieren Auszüge aus Opern, der Bergmanns-Chor Schlägel und Eisen singt und DJ Götz legt rhythmische Lounge-Perlen auf. Weitere Musik stammt von Sebel, Max Buskohl, Lexus Allstars und Idiotlights.
Auch der Zukunftsstandort Ewald reist durch die Zeit – und das seinem eigenen Motto entsprechend: „Ewald gibt Gas“.

Feuerwerk zum Abschluss


Oldtimer-Raritäten sind an und in der Rasenhängebank zu sehen und machen neugierig auf die geplante „Motorworld Zeche Ewald Ruhr“. Fortbewegungsmittel von ganz eigener Qualität präsentiert hingegen das niederländische Abacus-Theater: skurille Gefährte, zusammengebaut aus allem, was Schrottplatz und Fantasie hergeben.
Zurück in die spannende Realität führen die Guides des Besucherzentrums Hoheward, die zu historischen Führungen bitten, und der Geschichtskreis Ewald, der im Maschinenhaus Nord Vergangenheit und Gegenwart des Spielortes dokumentiert hat. Gestern und Heute treffen zudem in zwei beeindruckenden Foto-Ausstellungen aufeinander: Zum einen „Friedhof der Träume“ des Starfotografen Peter Kallwitz, der 50 teils historische Wagen, die in einem Park im Neandertal der Natur überlassen wurden, in Szene gesetzt hat. Zum anderen „Keine Kohle mehr“ der Düsseldorfer Fotografen Thomas Stelzmann und Wolf R. Ussler, die ehemalige Bergleute an ihrer einstigen Arbeitsstätte porträtiert haben.Der Ausstellungsort, die ehemalige Lohnhalle, verleiht den Exponaten dabei zusätzliche Aussagekraft. Musikliebhaber freuen sich auf Live-Musik mit Singer/Songwriterin Svenja Schmidt und ihrer Band Smith sowie die Band Johnny B. on the Bridge with Flowers. Und nicht zuletzt zeigt auch der auf Ewald beheimatete RevuePalast Ruhr, was er zu bieten hat: In den alten Gemäuern der Heizzentrale wird er das Publikum zur Nacht der Industriekultur mit verschiedenen Travestieshows begeistern. Pyrotechniker René Osterhage schließlich interpretiert das Motto „Ewald gibt Gas“ auf ganz eigene Art: mit einem märchenhaft spektakulären Musikfeuerwerk. Starfotograf Peter Kallwitz zeigt Bilder vom „Friedhof der Träume“ im Neanderal, wo 50 teils historische Wagen der Natur überlassen wurden.Foto: Kallwitz
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