Hertener Bürgerpreis verliehen (Video)

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Die Preisträger: Hintere Reihe: (v. l. n. r.) Münevver Cesur, Rita Ludwig, Hildegard Grammann, Renate Nöbe, Petra Altenbernd, Jürgen Jordan,Martina Herrmann, Dr. Uli Paetzel und Arnold Berghaus. In der vorderen Reihe: (v. l. n. r.) Huriye Altinoba, Gönül Gürpinar, Ümran Yavas, Hayriye Kirnapci, Gerti Annuß, Klara Nitsch und Doris Wenglorz. (Foto: Stadt Herten)

Eine schöne Tradition: Bereits zum zwölften Mal wurden Hertenermit dem Bürgerpreis ausgezeichnet, die durch besonderes Engagement - zum Teil über viele Jahre und Jahrzehnte hinweg - einen Beitrag zu einer lebenswerten Gesellschaft geleistet haben.

„Die Stärke unserer Stadt ist das Miteinander, in Vereinen, Verbänden und im Einzelnen. Als Bürgermeister freue ich mich, immer wieder aufs Neue feststellen zu können, welch hohe Bereitschaft es gibt, das Gemeinschaftswerk Herten mitzugestalten.“ Mit diesen Worten begrüßte Bürgermeister Dr. Uli Paetzel die Gäste der diesjährigen Bürgerpreisverleihung.

Die Preisträger im Überblick

Die Preisträger kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen: In der Kategorie Umwelt/Umweltschutz wurde der Imker Arnold Berghaus geehrt. Er ist seit fast 25 Jahren Vorsitzender des Imkervereins Herten e.V., Lehrer vieler Nachwuchsimker und Träger der Goldenen Ehrennadel des Deutschen Imkerbundes. Arnold Berghaus engagiert sich nicht für irgendetwas, sondern für den Erhalt der Menschheit - mit einfachen und bescheidenen Mitteln.

Kartoffel trifft Knoblauch

„Kartoffel trifft Knoblauch“ - das ist das Motto der jährlich stattfindenden Kochaktion der interkulturellen Kochgruppe. Die acht bis zehn türkischen und deutschen Frauen sind die Preisträgerinnen in der Kategorie Zivilcourage. Sie treffen sich regelmäßig und kochen alles von Sucuk bis Sauerkraut. Bürgermeister Dr. Uli Paetzel würdigte die Gruppe als großartiges Beispiel gelebter Integration und Selbstorganisation.



Auch Gerti Annuß ist keine Unbekannte in Herten. Sie war zwanzig Jahre lang stellvertretende Bürgermeisterin. Geehrt wurde sie dieses Jahr in der Kategorie Soziales für ihr herausragendes Engagement in vielen Bereichen: Sie unterstützt den Löschzug Westerholt, ist ehrenamtliche Richterin und Hauptschöffin, engagierte sich in Elterngremien von Kindergärten und Schulen. Ihre Herzensangelegenheit ist aber ihr Engagement im Altenheim St. Martin. Seit mehr als 35 Jahren unterstützt sie das Westerholter Altenheim und kümmert sich um die Bewohnerinnen und Bewohner.
„Siebenbürgen, Land des Segens, Land der Fülle und der Kraft“ - so beginnt das Siebenbürgen Lied.
Diese Kraft ist es auch, die Klara Nitsch seit Jahrzehnten antreibt. Die 86-jährige bewahrt seit 46 Jahren die traditionsreichen Siebenbürger Volkstänze und gibt sie an Kinder und Jugendliche weiter. Klara Nitsch ist die diesjährige Bürgerpreisträgerin in der Kategorie Kultur. In der Kategorie Sport ging der Preis an Jürgen Jordan, der sich seit 20 Jahren im Behindertensport engagiert. Sein Sohn Dennis kam mit der Glasknochenkrankheit auf die Welt und ist auf einen Rollstuhl angewiesen. Als sich Jürgen Jordan nach sportlichen Aktivitäten für seinen Sohn umsah, fand er nichts im Bereich Rollstuhlsport und gründete kurzerhand eine eigene Abteilung beim SuS Bertlich, um allen Jugendlichen mit Behinderung die Möglichkeit geben zu können, sportlich aktiv zu sein.

Sonderpreis an Doris Wenglorz

Der Sonderpreis wurde dieses Jahr an Doris Wenglorz für ihr Lebenswerk verliehen. Die Liste ihrer ehrenamtlichen Aktivitäten ist lang: Sie ist Mitbegründerin des Bürgertraber-Vereins, engagiert sich bei den „Aktiven Frauen“ und hat die Frauen-Filmreihe mit ins Leben gerufen. „Menschen wie Doris Wenglorz werden gebraucht, die überall anpacken, die sich in vielem Bereichen in ihrer Stadt einbringen und engagieren, gerne auch in einer Gruppe, in der sie noch andere mitreißen können“, lobte der Bürgermeister Doris Wenglorz jahrelanges Engagement. Sie sei eine Mitmacherin in der Mitmachstadt.
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