Bürgermeister Paetzel bedankt sich für Engagement

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Auch in diesem Jahr hat Bürgermeister Paetzel in seiner Neujahrsansprache einen Blick auf 2012 und einen Ausblick auf das kommende Jahr gewährt. Die Ansprache liest sich in Gänze so:

"Liebe Hertenerinnen und Hertener,

das neue Jahr 2013 steht vor der Tür. Ist die Zeit nicht wieder schnell vergangen? Die vergangenen Monate hat ein jeder aus seinem eigenen Blickwinkel anders erlebt – mit vielen persönlichen Erlebnissen, vielleicht auch Höhen und Tiefen. Der Jahreswechsel ist ein besonderer Moment, der zum Nachdenken anregt. Wir blicken zurück und sind gleichzeitig mit unseren Gedanken schon im neuen Jahr.

Während wir uns über Erfolge freuen, sollten wir die Dinge, die nicht gut gelaufen sind, nicht ausschließlich in schlechter Erinnerung halten: Misserfolge sind Motivation, es beim nächsten Mal besser zu machen.

Was hat Herten 2012 politisch geprägt?

Ganz besonders haben die städtischen Finanzen für viel Diskussionsstoff und große Emotionen gesorgt. Erstmals seit zehn Jahren kann die Stadt einen genehmigten Haushalt vorzuweisen. Ein großer Schuldenberg und damit verbundene Sparbeschlüsse engen den Handlungsspielraum der Stadt jedoch noch immer immens ein. Leider müssen neben der Stadtverwaltung und den Unternehmen auch die Bürger an einigen Stellen ihren Beitrag, sicherlich nicht geringen, Beitrag leisten. Gerade deshalb war und ist es mir persönlich ein wichtiges Anliegen, dass in den Bereichen Soziales, Bildung und Ehrenamt keine schmerzhaften Einschnitte vorgenommen wurden.
Nur so können und werden wir in Herten miteinander dafür sorgen, dass unsere Stadt auch weiterhin lebens- und liebenswert bleibt.

Zusammenrücken mussten auch die Mitarbeiter, die Anfang des Jahres in das sanierte Rathaus zurückgezogen sind. Nach vielen Monaten, die für die Bürgerinnen und Bürger oftmals ein „Hin und her“ zwischen den ausgelagerten Servicestellen bedeutet hat, können wir unsere Leistungen endlich wieder zentral in der Stadtmitte anbieten. Dass es auch mit begrenzten Mitteln richtig schön im „neuen alten“ Rathaus geworden ist – davon konnten sich alle Besucher beim Tag der offenen Tür im April überzeugen. Auf diesem Wege möchte ich nochmal allen Hertenerinnen und Hertenern danken, die sich mit der Übergangslösung während der Umbauzeit arrangiert haben.

Und was ist sonst noch Spannendes passiert?

Mir fällt der Start der Sekundarschule ein. Das erste Schuljahr an der ehemaligen Martin-Luther-Hauptschule hat erfolgreich seinen Lauf genommen.

Gute Entwicklungen hat auch das Stadtteilbüro in Herten-Nord gemacht. Durch viele engagierte Bürgerinnen und Bürger aus Langenbochum und Paschenberg haben wir in verschiedenen Projekten eine tolle Bürgerbeteiligung erlebt, zum Beispiel am Spielplatz in der Otto-Lenz-Straße. Gestalten Sie auch in Zukunft Ihren Stadtteil mit!

Liebe Hertenerinnen und Hertener,

was sehen wir, wenn wir vorab einen Blick ins Jahr 2013 werfen?

Auch im neuen Jahr kommen wieder größere Baumaßnahmen auf uns zu. Die Baustelle zum neuen Busbahnhof wird den Verkehr in unserer Stadt noch einen sehr langen Zeitraum behindern. Dafür bitte ich Sie um Verständnis. Nur durch solche Fördermaßnahmen der EU oder des Landes können wir den nötigen Stadtumbau ermöglichen.

Dann stehen noch die Umbauarbeiten am Gymnasium an: bessere Lernbedingungen einerseits, der Einzug der Musikschule andererseits, das eröffnet neue Perspektiven fürs Städtische Gymnasium. Und damit kommen wir unserem Ziel, alle Hertener Schulen zukunftsfest zu sanieren, einen weiteren Schritt näher.
Das Thema Herten Forum wird uns ebenfalls im neuen Jahr bewegen. Welche Entwicklungen die Gespräche mit dem Investor nehmen werden, das lässt sich zu heutigem Zeitpunkt nicht absehen. Fakt ist, dass nur er allein entscheiden kann, ob Kino und Bowlingcenter in Herten eine Zukunft haben. Und das wünsche ich mir.

Die finanzielle Situation wird uns auch im Jahr 2013 dazu zwingen, auf manch denkbares Projekt zu verzichten und stattdessen gezielt Schwerpunkte zu setzen.

Die Schwerpunkte für den notwendigen Umbau der Stadt, für den Mut zur Zukunft, sehe ich nach wie vor eindeutig in:
1. der Schaffung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen.
2. Bildung, Betreuung und Erziehung für unsere Kinder.
3. der verstärkten Teilhabe aller Menschen in die Prozesse in unserer Stadt.

Weitere Erfolge im Jahr 2013 erhoffe ich mir in der Weiterentwicklung unserer Aktivitäten im Klimaschutz. Gerne würde ich mit Ihnen über dieses Thema diskutieren und herausfinden, wie wir Herten nachhaltig klimaschonend umgestalten können.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

wie sich die Lebensqualität in unserer Stadt bemisst, richtet sich danach, inwieweit wir Herten als Gemeinschaftswerk verstehen und leben.
Ich bedanke mich an dieser Stelle für das bürgerschaftliche Engagement, das Sie auch im vergangenen Jahr – sei es durch Vereinsarbeit, in Wohlfahrtsverbänden oder in sonstigen Initiativen – für unsere Stadt eingebracht haben. Das ist für uns alle und Herten ungemein wichtig.

Ich wünsche Ihnen allen ein glückliches und gesundes Jahr 2013."
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