Coca-Cola in Herten: Betriebsrat kämpft um Arbeitsplätze

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Runterfahren bis auf null? Bei Coca Cola in Herten werden Arbeitsplätze abgebaut.

Die Betriebsräte der Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG
präsentierten heute (Freitag) dem Vorstand ihr Konzept zur Beschäftigungssicherung, um den Verlust von nahezu 500 Arbeitsplätzen – zumindest teilweise - zu vermeiden.

Nach den Plänen des Vorstands sollen in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen drei Mehrweg-Produktionsstandorte und zwei Vertriebsstandorte geschlossen werden. Zum Verlust der Arbeitsplätze kommen damit nach Auffassung der Arbeitnehmervertreter eine Reduzierung des Mehrweganteils
und längere Anlieferungswege für die Getränke hinzu. „Für uns ist es widersinnig, mit der Produktion in Herten einen Standort im Zentrum des größten Ballungsraums Europas, dem Ruhrgebiet, aufzugeben“, gibt Wilfried Kirchner, Vorsitzender des Hertener Betriebsrats seinem Unverständnis Ausdruck. „Wir haben daher ein Konzept entwickelt, dass es erlaubt, den Produktionsstandort Herten aufrecht zu erhalten und die Vertriebsstandorte Soest und Osnabrück – wenn auch reduziert - fortzuführen“ so Kirchner weiter.

Herten aufzugeben ist "widersinnig"


„Neben dem Erhalt von über 200 Arbeitsplätzen behalten wir nach unserem
Plan ausreichende Produktionskapazität für die Mehrwegflasche und vermeiden
lange Anfahrten zur Versorgung des Ruhrgebiets“ führt Karl-Heinz
Fricke , Vorsitzender des Dorstener Betriebsrates aus und betont „Aber auch
das erhebliche Risiko, dass die Versorgungssicherheit in diesem Ballungsraum
gefährdet wird, ist damit minimiert.“ Die Einsparungen für das Unternehmen seien bei dem Plan der Arbeitnehmervertretung nicht ganz so hoch wie dies bei dem Unternehmensplan der Fall ist. „Aber“ so fordert Fricke „der Shareholder Value kann nicht die einzige Größe für die Ausrichtung von Coca-Cola sein.“
Die Betriebsräte, die bei der Erstellung des Plans durch die Gewerkschaft
NGG und die Beratungsunternehmen bsb Betriebsräteberatung und SCI aus
Köln unterstützt wurden, werden diesen bis Mitte Juli mit dem Unternehmen
verhandeln und sind zuversichtlich, dass ihre Argumente Gehör finden
werden.
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