Fremdwährungskredite sind riskante Wetten auf die Zukunft unserer Stadt; solide Haushaltsführung sieht anders aus!

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Am 21. Januar 2015 berichtete die Hertener Allgemeine in ihrem Artikel „In der Franken-Falle“ von den Verlusten, die die Stadt Herten durch die Aufwertung des Schweizer Franken gegenüber dem Euro erlitten hat. Hintergrund dieser Verluste sind Fremdwährungskredite der Stadt Herten, die diese vor Jahren abgeschlossen hat. Die nun aufgetretenen Buchverluste von 14,3 Mio. EUR offenbaren den wahren Charakter von Fremdwährungskrediten. Es sind Wetten; die Kreditnehmer gleichen Spielern in einem Casino. Unweigerlich fühlt man sich an ein Volkslied erinnert: „Schatten über’m Rosenhof (…) und ein Kartenspiel entscheiden muss, ob man Haus und Hof verliert.“ Dabei ist das „Kartenspiel“ für Herten noch nicht aus, die Wette ist noch offen, denn die Fälligkeit der Kredite und die endgültige Höhe der Schuld liegen noch in der Zukunft. Dass unser Stadtkämmerer bei dieser Situation gelassen bleibt, lässt sich nur dann nachvollziehen, wenn man sich bewusst macht, dass diese Wette eines Tages von unseren Kindern zu bezahlen sein wird; frei nach dem Motto: nach mir die Sintflut! Die Aussage, dass die Bürger von diesen Buchverlusten aktuell nicht betroffen sind, scheint wohl nur die halbe Wahrheit zu sein. Soweit nämlich Rückstellungen gebildet werden müssen, verringert sich das Eigenkapital. Dies hat wiederum Auswirkungen auf Bonität, Rating und Zinshöhe. Je geringer das Eigenkapital, desto höher die Zinsen. Und die Zinsen müssen schließlich aus dem laufenden Haushalt bezahlt werden.
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