Herten und Schneeberg: Städtepartner seit 25 Jahren

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Bürgermeister Dr. Uli Paetzel (links) und Ingo Seifert, der neue Bürgermeister der Stadt Schneeberg (rechts), vor der Tafel zur Erinnerung an die Gründung der Städtepartnerschaft. (Foto: Stadt Herten)
 
Großes Gruppenfoto mit Partnerschaftsvereinen, Delegationen und zahlreichen Kleingärtnern. (Foto: Stadt Herten)
Deutlicher hätte das „Ja!“ zur deutschen Einheit und einem gemeinsamen Europa nicht ausfallen können. Am Wochenende feierten Herten und Schneeberg ihre 25 Jahre andauernde Städtepartnerschaft. Der Festakt fand am 3. Oktober, passend zum Tag der deutschen Einheit, statt.

Es war ein symbolträchtiges Wochenende. Direkt am Freitag hatte Bürgermeister Dr. Uli Paetzel ins Glashaus zur Ausstellungseröffnung „Der Weg zur Deutschen Einheit“ eingeladen. Vor Ratsmitgliedern, Partnerschaftsvereinen und den Delegationen blickte Uli Paetzel zurück auf die Zeit der innerdeutschen Grenze. Er erinnerte an Grenzkontrollen und die Trennung von Familien und betonte, welchen unschätzbaren Wert das demokratische Europa für jeden Einzelnen habe. Zum ersten Mal besuchte Schneebergs neuer Bürgermeister Ingo Seifert Herten. Erst im September hatte er als Nachfolger von Frieder Stimpel sein Amt angetreten. Die Ausstellung bleibt noch bis zum 23. Oktober geöffnet. Die Öffnungszeiten vom Glashaus Herten findet man auf: www.glashaus-herten.de

Baumpflanzung „In den Erlen“


Als Zeichen der gewachsenen Verbindungen zwischen Herten und seinen Partnerstädten pflanzte man am Samstag in der Kleingartenanlage „In den Erlen“ vier Bäume. Zum Spaten musste niemand mehr greifen, aber die Gießkannen mit frischem Wasser standen bereit. Mit dabei waren die Partnerschaftsvereine, die Delegationen, Kleingärtner sowie Schülerinnen und Schüler, die bereits in die verschiedenen Partnerstädte gereist waren. Als neue Bäume wachsen nun „In den Erlen“ eine Platane für Arras, eine Linde für Szczytno, eine Buche für Schneeberg und eine Eiche für Doncaster - „…Doncasters Nähe zum Sherwood Forest war hier einfach verpflichtend!“, erklärte Uli Paetzel. Die Baumpflanzung hätte sich dort angeboten, da die drei großen Bäume auf der Gemeinschaftswiese des Vereins krank sind und gefällt werden müssen.

Festveranstaltung im Ratssaal


Im Ratssaal fand abends die Festveranstaltung mit Wegbereiter der Gründungsstunde, Delegationen aus Sachsen, Frankreich, England und Polen sowie Ratsmitgliedern statt. „An dieser Stelle, hier im großen Sitzungssaal im Rathaus der Stadt Herten, wurde die Partnerschaft zwischen unseren Städten am 1. September 1990 besiegelt“, erinnerte Uli Paetzel in seiner Ansprache. Ein Jahr zuvor war die Mauer gefallen und mit der Städtepartnerschaft versprach man sich gegenseitige Unterstützung. Der Erfahrungsaustausch zwischen den Verwaltungen der Städte sei das eine. Der wichtigere Teil sei aber die Begegnung der Menschen aus den beiden Städten, den Vereinen, den Schulklassen, den Verbänden. Nur so könne die jahrzehntelange Teilung Deutschlands aufgearbeitet werden. „Für unser langjähriges, freundschaftliches Verhältnis zwischen Herten und Schneeberg kann das Fazit nur positiv ausfallen!“, betonte Uli Paetzel.

Ingo Seifert erstmals in Herten


Schneebergs Bürgermeister Ingo Seifert bedankte sich bei den Hertenerinnen und Hertener für die große Gastfreundschaft während seines ersten Besuchs im Ruhrgebiet. Er könne zwar nicht auf die Geschichte der Städtepartnerschaft zurückblicken, ließ die anwesenden Gäste aber an einer sehr persönlichen Erfahrung teilhaben: Als Mitglied der Nationalen Volksarmee habe er mit seinen Kameraden vollbewaffnet in der Kaserne ausharren müssen, während „draußen“ die Großdemos stattfanden. Jederzeit hätte ein Einsatzbefehl kommen können. „Ich bin dankbar, dass dieser Befehl nie erteilt wurde!“

Er freue sich auf viele weitere Jahre der Städtepartnerschaft und besonders auf den Gegenbesuch der Hertener Delegation am nächsten Wochenende. Dann finden die Feierlichkeiten in Schneeberg statt. 

(Quelle: Pressestelle Stadt Herten)
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