Süder Markt: Investor, Markthändler und Verwaltung im Dialog

Anzeige
Süder Markt: Investor, Markthändler und Verwaltung besprechen Kompromisslösung.

Erweitert ein Unternehmen einen Standort und verändert dadurch öffentliche Flächen, muss es anschließend für die Wiederherstellung dieser Bereiche sorgen. Das ist auch am Süder Markt in Herten der Fall, nachdem die Firma Schettler 2015 den dortigen Netto-Markt erweitert hatte. Die Pflasterfläche muss neu angelegt werden, da der Anbau des Discounters nun auf einem Bereich des Platzes steht.

Die ursprünglich im Kreis anlegten Entwässerungsrinnen und Regenwasserabläufe sind so mittlerweile überbaut worden. Bei einem erneuten Termin vor Ort hat die Stadtverwaltung heute mit Markthändlern, den Einzelhändlern und Immobilieneigentümer Rolf Schettler sowie einigen Anwohnern das Wiederherstellungskonzept besprochen. 
„In der öffentlichen Diskussion sind leider viele Dinge ungenau oder schlichtweg falsch dargestellt worden“, betont Anne-Kathrin Lappe, Pressesprecherin der Stadt. Zu einem großen Kritikpunkt nimmt Stadtbaurat Volker Lindner direkt Stellung: „Natürlich stand der Fortbestand des Markttreffs nie zur Diskussion.“ Insgesamt habe es vier Skizzen des Planungsbüros gegeben, in jeder seien ausreichend Stellflächen für das Händlertreffen berücksichtigt gewesen. Die Händler hätten auch nicht an einen anderen Ort umziehen müssen.
Diese durch das Unternehmen Schettler beauftragte Planung habe man den Markthändlern bereits im Sommer gemeinsam vorgestellt. Der favorisierte Plan sei sogar vorab allen Betroffenen zugegangen. Fast alle Markthändler seien persönlich bei der Vorstellung der Umgestaltung dabei gewesen. Jederzeit hätten weitere Änderungswünsche einfließen können, so Lappe. Die Händler hätten nun Sorge, dass sie mit den Verkaufswagen nicht um eine Bauminsel herumfahren können, die in der Mitte des Platzes vorgesehen ist. Obwohl diese Sorge unbegründet sei, erklärte sich die Stadtverwaltung noch vor Ort bereit, einen großen „Marktplatzbaum“ statt vier kleiner Bäume zu pflanzen. Darüber hinaus soll eine „Pergola“ beseitigt werden, das schafft zusätzlichen Platz für die Markthändler. Die Stadt verzichtet zunächst auf die Aufstellung zusätzlicher Bänke. Wenn später der Bedarf besteht, kann eine Bank leicht nachgerüstet werden. Alle vor Ort Anwesenden stimmten diesem Vorschlag ohne Einschränkung zu.
„Insgesamt gab es fünf Planungstermine mit Herrn Schettler – drei davon waren Termine direkt vor Ort“, berichtet Anne-Kathrin Lappe weiter. Im Juni 2015 habe man auch die Markthändler in die Planung einbezogen – lediglich Sitzbänke und ein Laternenstandort seien während des Termins kritisch hinterfragt worden. Die Stadtverwaltung betont, dass der Süder Markt auch nach Umgestaltung weiter als Platz nutzbar ist und Veranstaltungen nach wie vor möglich sind. Jetzt stehen weitere Treffen an, in denen man die planerische Umgestaltung festlegt.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.