Anonym

Anzeige
Anonym!
Habt ihr euch schon einmal Gedanken darüber gemacht, dass unser Leben immer mehr in die Anonymität gleitet? Bei mir fing das schon bei der Geburt an.

Theresa schrie! Sie schrie so sehr, das selbst die dicken Wände der alten Villa ihre Schreie nicht verschluckten. Sie war dabei ihr drittes Kind zur Welt zu bringen. Oh Gott, wie sie das hasste. Hoffentlich wurde es dieses Mal ein Junge. Horst war fast besessen von dem Wunsch einen Stammhalter zu haben, der seine Kanzlei einst übernehmen und weiter führen würde. Theresas Einwände, dass ein Mädchen ebenso in der Lage war den Notar Beruf auszuüben tat er stets mit einem Lächeln ab. Er lebte eben noch in der alten Zeit. Eine Woge wahnsinnigen Schmerzes überfiel sie und nahm ihr den Atem, es war als reiße es sie in der Mitte durch. „Pressen, feste pressen“, ermunterte sie die Hebamme. „Was glauben sie mache ich die ganze Zeit“, fauchte Theresa wütend. Dann nahm sie alle Kraft zusammen und presste, dass die Adern auf ihrer Stirne wie Seile hervortraten. Endlich war es vorbei. „Ist es ein Junge“, fragte Theresa erschöpft? „Noch einmal“, forderte die Hebamme sie auf. „Was noch einmal“, wollte Theresa verständnislos wissen? „Noch einmal pressen, sie bekommen noch ein Kind, es sind Zwillinge.“ Theresa glaubte nicht recht gehört zu haben, presste aber automatisch noch einmal. Nachdem der Geburtskanal durch das erste Kind geweitet war, glitt das zweite ohne Komplikationen hinterher. „Ein Junge, ist ein Junge dabei“, wollte Theresa nun energischer wissen? Die Hebamme schüttelte den Kopf. „Nein leider nicht, es sind zwei Mädels.“ Erschöpft und frustriert sank Teresa auf ihr Lager nieder. Wenn es sich wenigstens gelohnt hätte dieses Mal. „Wollen sie ihre Kinder nicht sehen?“ Seufzend streckte Theresa ihre Arme aus. Das erste Kind war ein hübsches Mädel mit dunklen Haaren. Natürlich hatten Theresa und Horst sich Namen ausgedacht. „Falls es doch ein Mädchen werden sollte, möchte ich sie Eva-Maria nennen“, hatte Horst gesagt, nun hatte er eine Eva und eine Maria. Theresa ließ Eva neben sich gleiten und streckte nun die Arme nach Maria aus. Fassungslos sah sie auf das Geschöpf nieder. Während Eva ein hübsches Mädchen war, war Maria über und über mit einem ekeligen Ausschlag bedeckt. Entsetzt, als hätte sie sich verbrannt zog sie ihre Hände zurück. Traurig blickte die Hebamme sie an. „Das kann nicht sein, das kann ich nicht geboren haben“, schluchzte Theresa. „Aber es ist doch ihr Kind“, fassungslos stand die Hebamme und hielt das kleine, bedauernswerte Mädchen in ihren Armen. Theresa drehte ihr den Rücken zu. „Geben sie es fort“, meinte sie. „Was sagten sie?“ Die Hebamme glaubte sich verhört zu haben. „Warten sie.“ Theresa setzte sich hektisch auf und nestelte die Kette von ihrem Hals. Es war ein kleines goldenes Marien Kettchen. Sie schwankte zwischen Mitleid und Ekel, als sie dem Säugling das Kettchen umlegte. „Wickeln sie es in ein Tuch, legen sie es in meine Einkaufstasche und stellen sie sie vor das Waisenhaus das sich einige Straßen von hier befindet.“ „Schnell schnell, bevor mein Man mit den Kindern heimkommt und das hier sieht. Beeilen sie sich, es soll ihr Schaden nicht sein“, fügte sie noch hinzu. Dabei wies sie auf das Kind, das sie gerade geboren hatte. Die Hebamme tat wie man ihr aufgetragen hatte und wollte gerade mit der Tasche den Raum verlassen, als sie noch einmal zurück gerufen wurde. „Geben sie mir die Puppe dort.“ Theresa wies auf Tete, eine kostbare Puppe von Jumeau, die sie von ihrer Großmutter bekommen hatte und die nun hier in ihrem Bodouire saß. Sie legte sie zu Füßen ihres Kindes in die Tasche und mit einem „Gott schütze dich, mein Kind“, schickte sie es in eine ungewisse Zukunft. Als Horst heimkam, küsste und herzte er sein Kind, nicht ahnend, das er eigentlich zwei Mädchen bekommen hatte. Er holte eine Schachtel hervor, aus der nahm er eine Kette an der ein kostbarer Brillant hing und legte sie Theresa um den Hals. „Danke mein Schatz“, flüsterte er in ihr Ohr, dann stutzte er. „Sag mal, wo ist denn dein Marien Kettchen“, wollte er wissen. Verlegen tastete Theresa nach ihren Hals. „Stimmt, wo ist es nur, gerade hatte ich es noch um“, meinte sie und das war ja nicht einmal gelogen. Da begann Eva zu schreien und nun drehte sich alles um den neuen Erdenbürger.

„Wer macht denn da in aller Herrgottsfrühe einen solchen Lärm?“ Schwester Bernadette war wirklich böse. So schnell es ihr langer Rock gestattete eilte sie zur Türe. Sie riss sie auf, bereit dem Störenfried die Meinung zu sagen, aber es war niemand da. Schon war sie im Begriff die Pforte zu schließen, als ihr Blick auf eine Tasche fiel, die vor ihr auf dem Boden stand. Was sollte denn das bedeuten? Sie öffnete sie. Sogleich blickte sie in das Gesicht eines gerade geborenen Kindes, wie die erfahrene Nonne sogleich richtig registrierte. „So so, dich wollte man also nicht“, stellte sie fest und trug die Tasche und das Kind hinein. Als sie es von dem Badetuch, in das man es gewickelt hatte befreite, wusste sie auch warum. Die Kleine hatte Neurodermitis, oder Schuppenflechte erkannte sie. Das ist zwar unangenehm, aber nicht ansteckend, wie die meisten Menschen leider glaubten. „Deshalb wollte deine Mutter dich nicht? Nicht zu fassen.“ Sie drückte das Kind an ihr Herz und der kleine Mund verzog sich wie zu einem ersten Lächeln. Da alle in der Frühmesse waren nahm sie sich selbst des Mädchens an. Sie badete es, dabei sah sie die Kette mit dem Bildnis der heiligen Jungfrau. „Aha, also auch noch eine Christin, nicht zu glauben“, murmelte sie böse. „Dann hast du ja gleich einen Namen, du wirst Maria heißen“, beschloss sie. Als die anderen Schwestern aus der Messe kamen, staunten sie sehr über den Neuzugang und nahmen sich der Kleinen an.

Im Städtischen Krankenhaus hatte sich in der gleichen Nacht ein Drama ereignet. Waltraud hatte ihr erstes Kind geboren. Leider war es eine Steißlage gewesen und bei dem Versuch es zur Welt zu bringen, hatte sich die Nabelschnur um seinen Hals gewickelt und das kleine Mädchen war erstickt. Waltraud weinte und weinte. Selbst ihr geliebter Mann Theo konnte sie nicht trösten. Sie fühlte sich wertlos. Die Brüder ihres Mannes hatten alle robuste Frauen gewählt und die hatten ihnen gesunde Kinder geboren. Waltraud hatte mit ihrer schlanken, grazilen Figur gleich Neid und Misstrauen erregt, solche Frauen heiratete man nicht, zudem war sie eine Protestantin und als solche ihrer Schwiegermutter ein Dorn im Auge. Wie würde man nun über sie lachen, nicht mal in der Lage ihrem Mann ein gesundes Kind zu gebären war sie. Waltraud hatte darauf bestanden, ihr Kind in ihrer Heimatstadt zur Welt zu bringen, so bekam sie wenigstens keinen Besuch von der ungeliebten angeheirateten Verwandtschaft. Egal was Theo auch zum Trost vorbringen mochte, Waltraud war nicht zu beruhigen, dazu kam noch der Schmerz um das verlorene Kind. In Gedanken versunken wanderte Theo durch die Stadt. Dabei machte er eine merkwürdige Beobachtung. Eine Frau stellte eine Tasche vor die Türe des Waisenhauses, hämmerte dagegen und lief dann so schnell sie konnte davon. Wie von unsichtbaren Fäden gezogen schritt Theo näher. Das war ja nicht zu fassen, ihr Kind war gestorben und hier entledigte man sich eines ungewollten Kindes. Was war das? Schicksal? Hatte er gerade hier zu dieser Zeit, an diesem Ort sein müssen? War das die Lösung? Die Lösung für Waltraud und ihn? Ohne darüber nachzudenken schellte Theo an der Pforte und blickte gleich darauf in das strenge Gesicht einer Ordensschwester. „Ja bitte, was kann ich für sie tun“, wollte sie wissen. „Das weiß ich auch nicht so Recht, ich habe gerade beobachtet, wie man hier ein Kind aussetzte“, stammelte er. „Waren sie das vielleicht, packt sie nun die Reue“, wollte die Schwester wissen? „Was, oh nein, ich würde doch nie……“. Theo wusste nicht weiter und er konnte auch nicht weiter sprechen, denn die Tränen liefen ihm plötzlich über das Gesicht. Die Schwester wurde freundlicher. „Bitte treten sie ein“, bat sie und zog ihn in den dämmerigen Flur. Sofort strömten einige Kinder neugierig herbei, die die Schwester fortscheuchte. Bei einer Tasse Kaffee in der Küche schilderte Theo, was sich in der vergangenen Nacht zugetragen hatte. „Das kann doch kein Zufall sein, ich verliere ein Kind und hier ist eins zu viel“, ergänzte er zum Schluss. „Sicher hat Gott uns dieses Kind zugedacht.“ „Sie glauben also Gott setzt Kinder aus, weil sie gerade eines brauchen“, wollte die Schwester nun wieder streng wissen? „Was? Nein natürlich nicht, ich meine nur….“, Theo blickte nun völlig verwirrt, was die Nonne wieder besänftigte und zu einem Lächeln brachte. Sie holte das Kind. „Schauen sie es sich gut an, sind sie sicher dass sie dieses Kind wollen?“ Mit diesen Worten hielt sie ihm Maria hin und Theo blickte entsetzt auf das durch Ekzem entstellte Kind. Mitleidig streichelte er die kleine Wange. „Darf ich mit meiner Frau wiederkommen“, bat er? „So einen Entscheidung kann ich nicht allein treffen.“ „Aber sicher, lassen sie sich Zeit und überlegen sie sich das in aller Ruhe“, bat die Nonne. Theo eilte ins Krankenhaus zurück und berichtete Waltraud, was er erlebt hatte. „Ein solches Kind, ich weiß nicht ob ich das schaffe“, überlegte Waltraud laut. „Weißt du was, wir gehen gemeinsam hin und du siehst es dir an“, schlug Theo vor „dann wirst du erkennen, ob du dem Kind eine Mutter sein kannst, “ Waltraud überlegte und nickte schließlich. Nach einer Woche wurde sie entlassen und ihr erster Weg führte ins Waisenhaus. Als Waltraud das Kind sah, brachen ihre Muttergefühle plötzlich stark hervor, sie nahm es aus dem Armen der betreuenden Nonne und herzte und küsste es. Dabei weinte sie und konnte gar nicht mehr aufhören. Die Nonnen waren nun überzeugt Maria in gute Hände zu geben und stimmten einer formlosen Adoption zu. Wie schwer es aber wirklich werden würde hatte Waltraud sich nicht vorgestellt. Als sie mit dem Kind zu Theos Eltern zurückkehrten, bei denen sie ein winziges Zimmerchen bewohnten blickten alle entsetzt auf Maria und mieden sie. Die meiste Zeit saß Waltraud allein mit Maria in ihrem Zimmer, oder im Garten und niemand kümmerte sich um die zwei. Mit der Zeit wurde sie immer schwermütiger, sie existierten für die Familie einfach nicht. Theo machte sich zunehmend Sorgen um seine kleine Familie. Wann hatte er Waltraud das letzte Mal lachen gehört? Schließlich wurde Waltraud erneut schwanger und das gab ihr Auftrieb. Allerdings nur bis zu dem Tag, an dem sie ihre Schwiegermutter vergeblich um Hilfe bei einem schweren Korb mit nasser Wäsche bat und diese nicht bekam. Als sie ihn dann alleine auf die Wiese schleppte, verlor sie kurze Zeit darauf das Kind. Da war das Maß voll, Theo suchte sich mit den Seinen eine eigene Wohnung. Maria wuchs heran, es war nicht immer einfach, denn sie musste ständig in Ärztlicher Behandlung sein und das Geld war knapp, denn Theo war Automateneinrichter und verdiente bei harter Arbeit nur mäßig.

In Evas Elternhaus sah es anders aus. Geld spielte hier keine Rolle. Evas Mutter hatte sich emanzipiert und studiert, sie übte den Beruf einer Hochschullehrerin aus, was ihrem Mann wie man sich sicher denken kann, überhaupt nicht gefiel. Den Kindern machte es nichts aus, sie hatten ein Kindermädchen und eine Angestellte versorgte den Haushalt, die Köchin kochte was sie sich wünschten und sie bekamen weitgehend ihre Wünsche erfüllt. Eva war eine Hunde Närrin und bis zu ihrer Internatszeit bekam sie einen Dalmatiner. Ein Mädchen nach dem anderen besuchte ein Internat für Höhere Töchter in Davos und schließlich war nur Eva noch daheim. An einem regnerischen Nachmittag im Spätherbst ließ sich Eva von dem Mädchen zum Tee die alten Fotoalben bringen. Sie schaute sich die alten Bilder an. Mit wachsender Begeisterung vertiefte sie sich darin und tauchte in eine vergangene Zeit ein. Sie fand Bilder auf denen man ihren Großvater einen Musikprofessor am Klavier saß und daneben stand ihre Mutter als kleines Mädchen und sang. Aber halt, was hatte sie da im Arm? Das war ja eine traumhafte Puppe. Eva hatte fast ihre Nase auf das Bild gedrückt, damit ihr auch nicht die kleinste Kleinigkeit entging. Aufgeregt wartete sie, bis ihre Mutter aus dem Arbeitszimmer kam, indem sie Hefte korrigiert hatte und nicht gestört werden durfte. Eva glitt sofort vom Kanapee und lief mit dem Album unter dem Arm zu ihr. „Mama, was ist das für eine zauberhafte Puppe, wo hast du die“, bestürmte sie sie sogleich. Evas Mutter war merkwürdig still. „Das ist Tete, oder besser gesagt das war sie“, antwortete sie schließlich und Eva war viel zu aufgeregt, um den schmerzlichen Zug zu bemerken, der sich um den Mund ihrer Mutter gebildet hatte. Es gibt sie nicht mehr, sie ist im Laufe der Jahre abhanden gekommen, sie war ein Geschenk meiner Oma und ich vermisse sie sehr. Genau wie Maria dachte sie, sprach es aber nicht aus, was mochte aus dem Kind geworden sein? „Erzähl mir mehr Mama, so eine Puppe muss ich haben“, sagte Eva. „das wird nicht leicht werden mein Kind, es ist eine Jumeau Puppe und wird schon lange nicht mehr hergestellt, aber wenn dein Herz so daran hängt, werde ich versuchen eine zu finden, ich werde ein Inserat in die Zeitung setzen, vielleicht haben wir ja Glück. Und Maria meldet sich fügte sie in Gedanken hinzu, aber wer weiß, wo Maria heute lebt und ob sie weiß welcher Schatz ihr gehört. Einige Zeit lief Eva nun täglich zur Zeitung und fragte, ob eine Antwort eingegangen war, aber stets hörte sie ein Nein. Die Zeit verging und auch Eva folgte ihren Schwestern ins Internat in die Schweiz. Sie schwärmte ihren Freundinnen von ihrer Traumpuppe vor, aber niemand kannte sie.

Derweil saß Tete im Zimmer von Maria. Sie war immer da gewesen und nie hatte sich Maria gefragt, wo sie hergekommen war. Die Jahre vergingen und Maria wurde erwachsen. Sie lebte mit ihrer Krankheit und wer sie nicht kannte merkte es ihr nicht an, zwar wunderte man sich manchmal, das sie auch im Sommer immer Blusen mit einem langen Arm trug, aber man hielt das für ein Marotte. Maria lernte einen lieben Mann kennen und sie planten zu heiraten. Als sie um ihre Papiere bat, um das Aufgebot zu bestellen, erblassten ihre Eltern. „Maria, wir müssen mit dir reden“, sagte ihr Vater Theo ernst. Maria erschrak, was mochte das zu bedeuten haben? Ihr Vater reichte ihr die Geburtsurkunde und sie konnte nicht glauben, was da stand. Vater unbekannt, Mutter unbekannt. Fragend blickte sie die Menschen an, die sie bis zum Heutigen Tage für ihre Eltern gehalten hatte. Nun bekam sie die ganze Geschichte ihrer Herkunft erzählt und sie erfuhr auch, das Tete das einzige war, das auf ihre Herkunft schließen lies. Sie versuchte zu vergessen, dass sie eigentlich ein Kuckucks Kind war, aber ganz gelang es ihr nicht, sie verlor jedoch nie ein Wort darüber und ihre Eltern atmeten auf, das sie es so gut aufgenommen hatte. Maria heiratete ihren Jürgen und Tete begleitete sie, manchmal, wenn sie allein war, nahm sie sie und drückte sie an ihr Herz. „Wenn du nur reden könntest“, sagte sie dann, aber Tete schwieg, wie Puppen das so machen. Die Jahre vergingen und eines Tages schenkte Jürgen ihr eine eigenen Homepage. Dort sah man sie, Maria, Wolf ihren Hund, denn ohne dass sie das wusste teilte sie diese Tierliebe mit ihrer Zwillings Schwester Eva. Auch Tete bekam eine Seite.

Eva brachte ihre Internats Zeit hinter sich und auch sie lernte in der Schweiz einen jungen Mann kennen, der die Diplomaten Laufbahn eingeschlagen hatte. Sie heiratete im gleichen Jahr, wie ihre ihr unbekannte Zwillingsschwester und sie forschte immer weiter nach Tete, einer Puppe von Jumeau. Sie selbst verstand nicht, warum ihr daran so viel lag. Auch ihr Mann suchte auf seinen vielen berufsbedingten Reisen immer wenn es seine Zeit erlaubte nach dieser Puppe, um seiner Frau ihren Herzenswunsch zu erfüllen. Eines Tages weilte Eva mal wieder in ihrem Elternhaus, sie besuchte ihre Schwester, die Eltern waren mittlerweile verstorben. Eva war allein im Haus und langweilte sich, sie setzte sich an den PC und gab in die Suchmaschine Tete von Jumeau ein, eigentlich schon aus Gewohnheit, ohne mit einem Ergebnis wirklich zu rechnen. Sie traute ihren Augen kaum, als sie den Hinweis auf eine HP erhielt. Aufgeregt wählte sie sich dort hinein und die Frau die sie dort sah, kam ihr merkwürdig vertraut vor. Sie schrieb ihr eine Mail und machte ihr ein Kaufangebot. Kaum hatte sie die Mail versendet, als sie auch schon einen Antwort erhielt. Leider kann ich ihrem Wunsch nicht entsprechen, diese Puppe ist das einzige Bindeglied zu meiner mir unbekannten Vergangenheit las sie da. Auch eine Telefonnummer enthielt die Mail und aufgeregt wählte Eva diese. Maria meldete sich sogleich und sie gerieten ins Plaudern. Eva hörte nun die Geschichte von Tete, sollte das Mutters Tete sein, wie aber kam sie zu Maria? Dann vernahm sie fassungslos, das Maria in dem Waisenhaus um die Ecke gefunden worden war, das konnte doch kein Zufall sein, oder doch? „Wann bist du geboren“, fragte sie um sich das Datum zu notieren und Nachforschungen anzustellen. Der Stift entfiel ihrer Hand, als sie ihr eigenes Geburtsdatum hörte. Sie verabredete sich mit Maria und die beiden forschten gemeinsam in ihrer Vergangenheit. Die Hebamme gab es nicht mehr, aber sie hatte die Geschichte der merkwürdigsten Entbindung in ihrer Laufbahn ihrer Tochter erzählt und nun gab es keinen Zweifel mehr, Maria hatte drei Schwestern, von denen eine sogar ihre Zwillingsschwester war. Wer hatte sie zusammen geführt? Eine Puppe, da sieht man mal wie wichtig eine Puppe sein kann © By Gitte
4
Diesen Mitgliedern gefällt das:
9 Kommentare
11.034
Herbert Lödorf aus Gelsenkirchen | 28.07.2017 | 08:36  
30.352
Gudrun Wirbitzky aus Bochum | 28.07.2017 | 08:55  
6.635
Gitte Hedderich aus Herten | 29.07.2017 | 07:56  
50.967
Luzie Schröter aus Fröndenberg/Ruhr | 29.07.2017 | 09:56  
6.635
Gitte Hedderich aus Herten | 29.07.2017 | 12:17  
15.298
Christiane Bienemann aus Kleve | 31.07.2017 | 21:50  
6.635
Gitte Hedderich aus Herten | 01.08.2017 | 14:43  
6.635
Gitte Hedderich aus Herten | 01.08.2017 | 20:25  
59.335
Bruni Rentzing aus Düsseldorf | 07.08.2017 | 11:23  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.