Die neue Legende des Raubritter Kunibert!

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Die neue Legende des Raubritter Kunibert!
(Nein, kein Schreibfehler, auch alte Legenden waren ja irgendwann einmal neu.)
Also:
Raubritter Kunibert, der 53. (der Name Kunibert war damals groß in Mode, sozusagen der allerletzte Schrei. Ganze Generationen nannten sich so)

Also noch einmal:
Raubritter Kunibert herrschte über sein Schloß (und er herrschte gut, denn was er so alles zusammen räuberte lohnte sich)
Alle waren zufrieden. Wirklich alle? Oh nein, da gab es den mißgünstigen Kammerdiener Konradius der erste. (Dieser Name war relativ neu und er war sehr stolz darauf der erste zu sein.)
Konradius also neidete Kunibert Stellung, Macht und Einfluß und so kam es, das er ihn eines Nachts meuchelte. Gehässig lachte er, als die glänzende, polierte Klinge des Rasiermessers die Kehle seines Herrn schlitzte. Ein Blutstrom ergoss sich auf die Sonnengebleichte, blütenweiße Bettwäsche. (Weißmacher kannte man damals noch nicht.)
Ja, es war ein sc hweres Leben. Fortan zitterten alle Bewohner des Schlosses vor Konradius und so folgten sie seinen Anordnungen Kunibert unter der alten Eiche im Schloßpark zu verscharren.

Einige Jahre ließ es sich Konradius gutgehen, bis.......
ja bis der neue Kammerdiener, der nun sein Kammerdiener war ihm eines grauen Morgens geisterbleich sein Frühstück servierte.

Konradius, den es verständlicher Weise interessierte, was hinter seinem Rücken vorging.......
(Moment einmal HINTER seinem Rücken VOR ging?
Ja stimmt wohl, Hinterfragte also die ungesund bleiche Gesichtsfarbe seines Dieners. (Vampire galten ja da schon als ausgestorben)
Der Diener berichtete also Folgendes:
An dem Baume, wo man seinerzeit die sterblichen Überreste des Zaubritters Kunibert verscharrt hatte, wuchsen nun hölzerne Finger aus dem Erdreich.

Nun war es an Konradis zu erbleichen. Sein Appetit war vergessen. Er stürzte zur alten Eiche. Seine wenigen Haare raufend betrachtete er dort die hölzernen Finger, die schon bis zum zweiten Glied aus der Erde ragten.

Schaurig erklang sein hysterisches Gelächter, als er zur Küche rannte und sich eines Knochenbeiles bemächtigte, mit dem er zurückgekehrt die Finger abhieb.

Solches wiederholte sich fortan jeden Montag, dem Todestag des Raubritters Kunibert.

Nach und nach verließ die Dienerschaft das Schloß und schließlich wohnte nur noch der mittlerweile verwirrte Konradius dort, bis..........

Eines Morgens ein ganzer Arm mit drohend gereckter Faust ihn erwartete. Das war zuviel,

Röchelnd sank der Meuchelmörder Konradius am Grabe seines Opfers nieder und verschied.

Der Arm aber erhebt sich immer noch bis zur hzeutigen Zeit an selbiger Stelle.
©By Gitte
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Renate Smirnow-Klaskala aus Essen-Nord | 04.06.2016 | 14:29  
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Gitte Hedderich aus Herten | 04.06.2016 | 14:37  
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Gudrun Wirbitzky aus Bochum | 04.06.2016 | 15:11  
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Gitte Hedderich aus Herten | 04.06.2016 | 15:19  
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Gudrun Wirbitzky aus Bochum | 04.06.2016 | 23:26  
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Herbert Lödorf aus Gelsenkirchen | 05.06.2016 | 12:49  
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Gitte Hedderich aus Herten | 05.06.2016 | 14:38  
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Melanie Busche aus Menden (Sauerland) | 05.06.2016 | 15:18  
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Gitte Hedderich aus Herten | 06.06.2016 | 06:03  
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