Hertener Löwen glänzt das Fell

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Die Hertener Löwen haben sich ordentlich berappelt.
Im letzten Spiel des Jahres haben sich die Hertener Löwen vom letzten Tabellenplatz in der Zweiten Basketball-Bundesliga ProB Nord befreit. Nach einem 90:79-Sieg über den SC Rist Wedel stehen sie nun auf Platz elf von 13, mit einem Punkt Vorsprung vor den Teams aus Stahnsdorf und Dresden.

Für die Hertener war es der vierte Sieg in Folge, möglich vor allem wegen der beiden Neuverpflichtungen im Team.
Einer der beiden neuen Spieler trat am Samstag gegen sein altes Team an: Marvin Boadu war zuletzt beim SC Rist Wedel aktiv, ehe er den Verein verlassen musste - die Teamchemie habe nicht gestimmt, ließ Wedel verlauten. Ob der junge deutsche Spieler, der mehrere Jahre in den USA lebte und trainierte, gut in das Team der Löwen passt, ist bisher nicht bekannt.

Gute Mannschaftsleistung


Klar ist: Der Sieg gegen Wedel war nicht nur der Verdienst der herausragenden Spieler im Hertener Team, sondern eine gute Mannschaftsleistung. Denn als der Löwen-Führungsspieler DeShaun Cooper im letzten Viertel mit fünf Fouls vom Platz musste, brach das Hertener Spiel nicht ein. Zwar kam Wedel wieder näher heran, verkürzte den Vorsprung der Löwen, doch diese konnten ihre Führung halten und am Ende wieder auf elf Punkte ausbauen.

38:37 hatte es nach zwei Vierteln geheißen, die Mannschaften waren ebenbürtig und schenkten sich nichts. Bis dahin bestand der größte Vorsprung der Gastgeber aus drei Punkten (18:15). Meist führten die Löwen jedoch nur mit einem Punkt vor dem bis dato Tabellenvierten, der jedoch seit sechs Spielen keinen Sieg mehr einfahren konnte.
Nach dem Seitenwechsel konnten sich die Hertener einen etwas größeren Vorsprung herausarbeiten, führten schnell mit fünf Punkten. Herausragend im Löwen-Trikot waren dabei vor allem die US-Amerikaner Cooper als Spielmacher und Franklin als Center, der auf beiden Seiten Rebounds fing. Aber auch Neuzugang Felix Neumann machte auf sich aufmerksam und begeisterte die Hertener Fans mit seinen Rebounds und erfolgreichen Distanzwürfen.
Löwen-Trainer Majdi Shaladi äußerte neben aller Freude über den Sieg auch etwas Selbstkritik. „Auch wenn wir gut ins Spiel starten konnten, war ich mit der ersten Hälfte nicht unbedingt zufrieden. Nach den ersten Wechseln kam es zu einem Bruch im Spiel. Die Arbeit in der Defense war okay, aber wir haben uns zu selten dafür belohnt“, so der Cheftrainer.
Und schob die positiven Aspekte direkt hinterher: „In der zweiten Hälfte haben wir wesentlich strukturierter gespielt. Wir wollten viel reden und viel laufen, dazu wollten wir Watkins aus dem Spiel nehmen. Die Dreier sind danach gut gefallen und auch als Cooper mit fünf Fouls auf der Bank Platz nehmen musste, gab es keinen Bruch im Spiel.“

Aber noch im Abstiegskampf


Weil sie ein Spiel nicht antreten konnten, haben die Löwen nun elf Punkte. Nach sieben Niederlagen zu Saisonbeginn können sie nun aber auf insgesamt sechs Siege zurückschauen. Doch aus den Abstiegskampf bringt das die Hertener noch nicht heraus: Sie stehen jetzt auf Platz elf, und müssten mindestens Platz neun erreichen, um nicht in den Play-Downs um den Abstieg zu kämpfen. Jeweils nur ein Punkt liegen zwischen den Hertener Löwen und den beiden Teams hinter ihnen sowie Sandersdorf und Leipzig als 9. und 10. in der Tabelle. Sehr viel besser stehen dagegen Hertens Revier-Rivalen dar. Citybasket ist Tabellenvierter, die AstroStars Bochum sind nach dem Sieg gegen Braunschweig auf Platz 2 hinter Rostock.
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