Mit elf Jahren in Rente: Sir Herten startet Sonntag zum letzten Mal

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Jan Thirring aus Marl, wird Sir Herten am Sonntag steuern.

„Time to say Good Bye“ - Zeit, sich zu verabschieden. Dieses Lied erklingt Sonntag, 26. Februar, nach dem vierten Rennen auf dem Halbmeilen-Kurs in Dinslaken, wenn Bürgertraber „Sir Herten“ ein letztes Mal in seiner Laufbahn die Ziellinie überquert.

Danach nimmt ihm der Hufschmied die Eisen ab. Nicht nur Mitbesitzerin Kerstin Oex wird sich bei diesem emotionalen Abschied ein Tränchen wegdrücken: „Auf jeden Fall hab ich meine Sonnenbrille in der Tasche.“
Dann hat der Elfjährige seinen 151. Lebensstart hinter sich. „Bei sechs Siegen und weiteren 84 Platzierungen hat unser Dunkelbrauner exakt 16.286 Euro verdient. Also pro Rennen einen guten Hunderter für Hertens Kinder“, rechnet Schatzmeisterin Silke Tepper vor. Zu den sportlichen Höhepunkten zählen der Erfolg bei der Europameisterschaft der Frauen mit der Ukrainerin Olga Bondar im Sulky sowie der Sieg beim „Preis der Stadt Dinslaken“ mit dem Belgier Robin Vercammen.
Rund 70 seiner 102 Mitbesitzer begleiten das heimische Rennpferd bei seinem Karriere-Finale. Darunter sind Hertens stellvertretende Bürgermeister Alexander Letzel und Silvia Godde, Stadtbaurat Volker Lindner, Waltrops Vize-Bürgermeister Klaus Beie sowie sein Pendant aus Dinslaken, Thomas Groß. Für Glanz wird Mitbesitzerin Anke Feller sorgen, die einstige Welt- und Europameisterin der 4x400-Meter-Staffel. Das Stadtprinzenpaar Moni I. und Volker I. und ihr Gefolge - es ist Karnevalssonntag - verabschieden ebenfalls den „Bernas Storm“-Sohn. Bürgertraber-Chef Winfried Kunert freut sich darüber, dass in Dinslaken kostenlos für den Wirtschaftsstandort Herten geworben werden kann: „Das nehmen wir liebend gerne wahr.“
Was passiert mit „Sir Herten“? Er kehrt zunächst zurück ins Gestüt Messmann in Waltrop. Der Bürgertraber wird dann Reitpferd. Er kennt und mag das. Immerhin hat er einen zweiten Platz beim Satteltraben errungen. Traditionell gilt bei den Bürgertrabern für den Verkauf das Prinzip „Platz vor Geld“. Geschäftsführer Michael Polubinski erläutert: „Der letzte Euro ist uns nicht wichtig. Der Sir soll es in liebevoller Umgebung gut haben. Um den passenden Platz zu finden, lassen wir uns Zeit. Perfekt wäre eine Offen-Stall-Haltung.“
Die Leibärztin des Pferdes, Dr. Ingrid Hornig, versichert: „Der Sir ist gesund und hat einen guten Charakter.“ Mitbesitzerin Alexa Brachmann, die zweimal in Gästefahren hinter „Sir Herten“ saß, ergänzt: „Und er ist ja auch ein ausgesprochen hübscher Kerl.“ Einer der talentiertesten deutschen Nachwuchsfahrer, Jan Thirring, wird Sir Herten steuern. Einer der talentiertesten deutschen Nachwuchsfahrer,
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