Herten gegen Rechts - Waldritter starten Projekt für Demokratie

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Kürzlich ist das Projekt „Netz gegen Rechts“ in Herten gestartet. Hierbei handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt von Waldritter e.V. in Kooperation mit dem Haus der Kulturen. Gefördert wird das Projekt über das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ vom Bundesministerium für Familie, Frauen, Jugend und Senioren.

Am Projekt können sich alle Interessierten in und um Herten beteiligen und selbst aktiv werden. Hierfür wurde die Internetplattform www.herten-gegen-rechts.de mit einer interaktiven Karte eingerichtet. Auf dieser Karte werden markante Punkte, wo uns Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus in Herten begegnen, markiert und mit erklärenden Kommentaren versehen werden. Dies sind Denkmäler und Gedenktafeln die beispielsweise an die NS-Diktatur erinnern, aber auch gezielt Aufkleber mit rechtsextremer Motivik bzw. rechtsextremem Hintergrund.
Hauptziel des Projekts ist die Sensibilisierung für rechtsextreme Tendenzen in Herten. Rechtsextreme Tendenzen und Aktionen gibt es nicht nur in Ostdeutschland, wie viele Ruhrgebietler gerne glauben, sondern auch unmittelbar vor der eigenen Haustür. Hierauf soll im Projekt besonders aufmerksam gemacht werden. Gleichzeitig soll die Hertener Bevölkerung über Codes, Strategien und Symboliken der Neuen Rechte aufgeklärt werden, um diese leichter erkennen zu können. Oft nutzen Neonazis ihr sogenanntes „Versteckspiel“ als Strategie, damit auch unbedarfte Bürgerinnen und Bürger sich von ihren Ansichten angesprochen fühlen. Das Wachhalten der Erinnerungskultur, damit nie wieder eine Diktatur in Deutschland entsteht, ist ebenfalls eine wichtige Aufgabe. Zu guter Letzt soll das Projekt auch abschreckende Wirkung zeigen, damit keine weiteren Aufkleber mehr geklebt werden und man damit vielleicht auch zum Umdenken anregen kann.
Der erste Projekttag fand ausgehend vom Haus der Kulturen mit Teilnehmenden vom internationalen Frauencafé und mit dem männlichen Pendant Café Kumpel statt. Zuerst gab es eine mehrsprachige theoretische Einheit zu Rechtsextremismus sowie den verwendeten Codes und Symbolen. Anschließend wurde in der Hertener Innenstadt ausführlich gesucht, im Internet recherchiert, erklärt und dokumentiert.
Weitere Projekttage sind in Planung und werden noch in diesem Jahr in Herten durchgeführt. Der erste Projekttag fand ausgehend vom Haus der Kulturen mit Teilnehmenden vom internationalen Frauencafé und mit dem männlichen Pendant Café Kumpel statt.Foto: ST
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