„Die Dosis macht das Gift“: Neue Ausstellung im Wilhelm-Fabry-Museum

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Ein Fingerhut voll: Künstlerisches rund ums Thema Gift gibt es ab Sonntag, 13. Oktober, im Fabry-Museum. (Foto: Veranstalter)

„Die Dosis macht das Gift“ lautet der Titel einer Ausstellung, die am Sonntag im Wilhelm-Fabry-Museum eröffnet wird. In einer Überflussgesellschaft, in der Instinkte für körperliche und seelische Bedürfnisse immer mehr verloren gehen, erscheint die vor fast 500 Jahren von Paracelsus geäußerte Erkenntnis, dass die Dosis das Gift macht, umso bedeutsamer.

Das belegt schon die Tatsache, dass in Deutschland 66 Prozent der Männer und 51 Prozent der Frauen übergewichtig sind. Zu Zivilisationskrankheiten und gesellschaftlichen Problemen wie Komatrinken oder Computerspielsucht ist aktuell ein Phänomen ausgemacht worden, das als eine weitere Folge der globalen Digitalisierung gesehen werden muss. Laut der Wochenzeitung „Die Zeit“ leiden Betroffene an einer Überdosis Information. Eine Online-Sucht, die keine Auszeiten oder Freiräume mehr zulässt.

Paracelsus‘ Weisheit findet in den 44 Werken der Ausstellung unterschiedliche Interpretationen. So beziehen sich die Malereien, Fotografien, Skulpturen und Collagen auf wahrnehmungs- und erkenntnistheoretische Aspekte, starke Gefühle – wie Ehrgeiz und Liebe – und verblüffen mit den widersprüchlichen Eigenschaften legaler und illegaler Drogen.

Es wird es ein umfangreiches Begleitprogramm mit Vorträgen und literarischen Veranstaltungen geben. Die Ausstellung wird am Sonntag um 11 Uhr im Wilhelm-Fabry-Museum, Benrather Straße 32a, von Bürgermeister Horst Thiele eröffnet. Die Einführung hält Dr. Sandra Abend. Den musikalischen Rahmen gestalten Michaela und Georg Corman. Die Ausstellung läuft bis zum 16. März kommenden Jahres.
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