Ein Kobold will ans Meer

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Heidi Oberscheidt hat die Geschichten um den kleinen Mampfi und seine Lila aufgeschrieben. (Foto: Michael de Clerque)

Wenige Zentimeter misst Mampfi, der kleine Kobold. Er hat nicht nur einen gesegneten Appetit, sondern ist auch liebenswert und lebenslustig. Was er auf seiner Reise ans Meer erlebt, hat Hildenerin Heidi Oberscheidt aufgeschrieben.

Eine befreundete Schwalbenfamilie nimmt Mampfi und seine ebenso kleine Frau Lila ein Stück mit gen Süden. Doch als die beiden Kobolde eines Morgens verschlafen, sind die Schwalben weg.

Es beginnt eine abenteuerliche Reise. Im Eisenbahnwaggon, auf dem Möwenrücken und sogar auf einem Kreuzfahrtschiff. Die beiden Kobolde, die sich mit Tieren verständigen können, meistern kleine und größere Schwierigkeiten. Und lernen jede Menge neuer Freunde kennen. Sogar die dicke, kurz angebundene Ratte erweist sich als hilfsbereit. Und auch der stolze alte Schiffspapagei wird von Lilas Charme eingewickelt.

Geschichten erzählen: Eine Familientradition

„Kindern Geschichten zu erzählen, das hat in meiner Familie eine lange Tradition“, erzählt Heidi Oberscheidt, die vor dem Band „Mampfi auf dem Weg ans Meer“ das Buch „Der kleine Mampfi“ und „Das Mäuschen Fridolin“ veröffentlicht hat. Schon ihr Großvater habe ihr selbsterfundene Geschichten erzählt, ihre Mutter ebenfalls. „Und auch ich habe meinen Kindern und Enkeln zunächst einfach Geschichten erzählt. Mit kleinen Kindern fällt einem immer etwas ein.“ Ihre Töchter drängten sie, doch einige der Geschichten einmal aufzuschreiben.

„Nicht selten bin ich zu Hause plötzlich aufgesprungen, habe alles stehen und liegen gelassen, um eine Idee oder ein paar Sätze sofort aufzuschreiben“, erinnert sich die Hildenerin.

Die Abenteuer von Mampfi und Lila haben ihren Ursprung in einem Kindheitstraum: „Ich habe mich früher oft gefragt, wie es wohl wäre, wenn man unsichtbar ist - was man dann alles erleben könnte...“

Ihren Enkelkindern las sie die fertigen Kapitel vor. „An ihren Reaktionen merkte ich, ob es spannend war - oder ob ich nachbessern musste.“ Das fertige Manuskript lag zunächst einige Monate in der Schublade. Doch dann wurde sie fündig bei der Verlagssuche.

„Das Mäuschen Fridolin“ erschien 2008 im Zwiebelzwerg Verlag (ISBN: 978-3-938368-97-8), 2013 folgte „Der kleine Mampfi“ (Friedling-Verlag, ISBN 978-3-8280-3121-0) und in diesem Jahr „Mampfi auf dem Weg ans Meer“ (ISBN 978-3-8280-3329-0).

In Hildener Kitas und Schulen liest Heidi Oberscheidt aus ihren Büchern. Und auch auf der nächsten Frankfurter Buchmesse im Oktober ist sie mit dabei.

Ein drittes Band zu Mampfi ist nicht in Planung. „Meine Enkel sind groß, die Geschichte ist zu Ende erzählt. Es sei denn, der Zufall will es anders...“
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