Fabeln aus Hilden: Dr. Specht kann das

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Dr. Specht hat Sprechstunde. Die Schmetterlingsdame hat sich verkühlt. (Foto: privat/sunbeam-Verlag)

Dr. Specht, das ist in Heinz Gross‘ Tierwelt der sympathische Arzt, der die unterschiedlichsten Wehwehchen in den Griff bekommt. Nachdem die Fabel fertig war, schrieb Gross „Vogelschreck“. Und arbeitet nun an einem dritten Buch.

Dr. Specht hört zu, nimmt sich Zeit für seine Patienten und hat stets eine Lösung parat. Kurzum: Der geduldige Vogel ist der ideale Arzt. Und die Tiere kommen in Scharen in seine Arztpraxis am Waldesrand.

Frau Pfauaug, die sich zu dünn angezogen hat, bekommt zehn Tropfen Lebensmut mit Morgentau gegen ihre Erkältung. Herr Eichhorn hat sich einen Zahn abgebrochen, der Rest wird gezogen. Und Frau Rennmaus, die die Katze so gerne ärgert, hat sich bei der hastigen Flucht den Fuß verstaucht. Hier hilft ein Tonerde-Umschlag.

Vorbild: Dorfarzt aus Oberbayern

„An vielen kleineren Wehwehchen sind wir eigentlich selbst schuld“, ist sich Heinz Gross aus Hilden sicher. In seiner Geschichte lässt er lieber Tiere handeln - so umgehe er den Tonfall mit erhobenem Zeigefinger. Dr. Specht hat übrigens ein reales Vorbild: „Unseren Dorfarzt damals in Oberbayern. Der ist auf Anruf auch abends einfach mal vorbeigekommen, auch mit 90 hatte er noch treue Stammpatienten.“

Alte Dielenböden, Sonnenschein durch die Fenster und und sorgsam angerichtete Arzneifläschchen: Die Kolorierungen, die Gross zusammen mit seiner Tante Pauli Geissler geschaffen hat, verweisen genauso wie die kurzen Texte auf eine heile, tröstliche Tierwelt. „Ich bin eben harmoniesüchtig“, sagt Gross, der unter anderem im Sanitätsdienst auf einem Schiff, als Journalist und als BWL-Berufsschullehrer gearbeitet hat.

Mehrere Jahre hat Gross Szenen mit dem Vogel-Doktor gereimt, überarbeitet und verworfen. 2013 erschien „Bei Doktor Specht“ bei Amazon als Kindle E-Book (3,49 Euro). „Die aufwändigen Illustrationen hätten einen Buchdruck sehr teuer werden lassen“, so Gross.

Auch sein zweites Buch, „Gestatten: Vogelschreck“, verfasste er in Reimform. Eine Vogelscheuche bewacht ein Jahr lang einen Kirschbaum, in der Buchmitte gibt es einen Ausflug zur Spatzenfamilie, die sich an den Kirschen überfuttert und Nachwuchs bekommt. Erschienen ist auch diese Fabel als E-Book.

Inzwischen arbeitet Gross an seinem dritten Buch - diesmal ohne zu reimen. Es geht um ein Blumenmädchen, das gekrönt wird. Mit viel Schmuck und Pomp aus der Pflanzenwelt. „Die Bilder sind schon fertig. Und auch der Anfang steht schon“, sagt Gross.
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