Für die Kleinsten dieser Welt: Unicef-Gala verzauberte am Wochenende

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Gemeinsam für Unicef: Stars aus aller Welt standen am Wochenende in Hilden auf der Bühne. (Foto: Michael de Clerque)
 
David A. Tobin verzauberte die Gäste in der Stadthalle. (Foto: Michael de Clerque)

Schon mal gemeinsam mit Stars aus Musical, Oper, Jazz, Gospel und Soul, Hand in Hand mit 600 fast fremden Menschen in vorweihnachtlicher Stimmung und mit dem Wissen, ein kleiner Teil eines großen Ganzen zu sein, das Lied „Stille Nacht - Heilige Nacht“ gesungen? Das hat Tradition zum Abschluss der Unicef-Gala und ist immer wieder ein ganz einzigartiger Moment für die Menschen, die zu diesem Anlass in die Stadthalle nach Hilden kommen.

Die waren auch am vergangenen Wochenende in Standing-Ovation-Laune und belohnten die Künstler, die aus elf Nationen auf der Gala für Kinder in Not sangen, immer wieder mit ihrem stehenden Applaus - und das immerhin ganze 20 Mal.

Stürme der Begeisterung

Den ersten Sturm der Begeisterung heimsten sich die Kleinsten direkt zu Beginn der Unicef-Gala ein: Die zehnjährige Chiara Schörghofer aus Österreich, der 13-jährige Italiener Matteo Colella und die 12-jährige Marie-Sopie Keßler aus Deutschland – allesamt Voice Kids-erfahren, die beiden Großen sogar als Finalisten – berührten gemeinsam mit dem Leonard Cohen-Klassiker „Hallelujah“ die Herzen der Zuschauer. „Das war eine spontane Idee beim Frühstück“, erzählt Heribert Klein über die durch die Musik entstandene Freundschaft der drei Youngstars.

Als unermüdlicher Motor des Kinderhilfswerks hat der langjährige Pressechef der Commerzbank NRW und Ideengeber der Deutschland-Gala die Unicef-Familie bereits zum 36. Mal um sich versammelt. Und so erlebten die Gäste des größten gesellschaftlichen Ereignis in Hilden - mit festem Platz im örtlichen Kulturkalender - natürlich auch nach dem Nachwuchs-Auftritt ein Feuerwerk von Musik und Gesang. Gemeinsam mit den Machern der Gala hatte sich jeder der anwesenden Gäste schon im Vorfeld der guten Sache – gemeinsam für die Kinder dieser Welt – verschrieben und dafür gesorgt, dass die Veranstaltung an beiden Tagen ausverkauft war.

Ein mehr als abendfüllendes Programm

Deren Programm reicht, um mehrere Abende mit ganz unterschiedlichem Repertoire zu füllen: Für welche Musikrichtungen das Herz des Hildener Publikums im Einzelnen wirklich schlägt, spielte dabei eigentlich keine große Rolle. Kamen doch die Fans großer Musicalmelodien gesungen von Weltformat-Interpreten wie Sophia Ragavelas, Zodwa Selelee, Dennis A. Legree und Stephanie Reese, genauso auf ihre Kosten wie die Soul- und Gospel-Anhänger.

Hier waren mit Juanita Harris, David A. Tobien, Sir Waldo Weathers und Eric Reed, übrigens das erste Mal in Europa zu hören, vier Superstars aus den USA mit dabei. Hoch im Kurs immer wieder auch der Opernblock: Wer erlebt schon drei große Tenöre mit einem emotionalen „Nessum dorma“ in einem Konzert gemeinsam auf der Bühne?

Neben Eduardo Aladren, Ricardo Tamura und Bryan Lopez Gonzales boten die grandiosen Sopranistinnen Anke Krabbe und die Amerikanerin Betsy Horne sowie Star Mezzosopranistin Bonita Hyman für „Opera from the Best“.

Höhner interpretieren Unicef-Song

Auch in diesem Jahr hieß die Botschaft „Come make a little step of peace“. Der Unicef-Song wurde in diesem Jahr in Hilden allerdings nicht auf der Bühne präsentiert sondern begleitete die Gäste vor dem offiziellen Programm und während der Pause aus den Lautsprechern. Und es gab gleich zwei Highlights: Die Kölner Kult-Band Höhner interpretierte als erste deutsche Band den offiziellen Unicef-Song, bei dem die sechs Musiker zum ersten Mal auf Englisch sangen. Den Refrain allerdings präsentierte die Band in ihrer Heimatsprache – op Kölsch – und sangen so wie alle Künstler der Unicef-Gala „für all die Pänz hä op de Welt“.

Infos zu den Hilfsaktionen:

Für das Unicef-Hilfsprojekt Syrien überreichte Heribert Bohnen, Niederlassungs-
leiter der Commerzbank, den Unicef-Scheck aus dem Erlös der 
Veranstaltungen des letzten Jahres in Höhe von 315.267,27 Euro. In diesem Jahr wird für das Unicef-Hilfsprojekt "Kinder in Afrika" gesammelt. Die ersten Schecks wurden bereits am vergangenen Wochenendean Unicef übergeben:

- Rudolf Hans Kaupenjohann, Inhaber der Keramikscheune in Ratingen und Rees, spendete die Einnahmen eines ganzen Tages beider Unternehmen in Höhe von 61.572,67 Euro.
- Aus Österreich übergab Eva Salchegger, Touristikdirektorin aus Filzmoos, den Erlös eines Unicef-Abends in der Filzmooser Dorfkirche in Höhe von 3.100 Euro.
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