Vier Sterne für die Hildener Stadtbücherei

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Freuen sich über die vier Sterne: Sven Sanders, stellvertretender Leiter des Kulturamts, Bibliotheksleiterin Claudia Büchel und Dezernent Reinhard Gatzke (v.l.). (Foto: Michael de Clerque)

Fünf Sterne sind der Traum von Restaurant- und Hotelchefs, bei Stadtbüchereien können im Vergleich höchstens vier erreicht werden. Entsprechend groß ist die Freude beim Team der Hildener Bücherei über das neue Sternen-Quartett.

„Angebot“, „Nutzung“, „Effizienz“ und „Entwicklung“ steht auf den großen goldenen Sternen, die seit wenigen Tagen im Treppenbereich der Stadtbücherei hängen. In diesen vier Bereichen ist die Bücherei im bundesweiten Vergleich top. „Das Ergebnis ist ein hervorragendes Zeichen für die Entwicklung der Stadtbücherei“, sagt Dezernent Reinhard Gatzke.

Auch Bibliotheksleiterin Claudia Büchel ist stolz auf die Auszeichnung: „Die Sterne sind das Ergebnis eines Prozesses“, sagt sie. Die Bücherei nimmt seit vielen Jahren an dem freiwilligen Vergleich teil, der ursprünglich von der Bertelsmann-Stiftung initiiert und nun vom Deutschen Bibliotheksverband und dem Hochschulbibliothekszentrum Nordrhein-Westfalen durchgeführt wird. Die Teilnahme ist freiwillig.

Hilden hat sich nun vor allem in der Kategorie „Effizienz“ verbessert. Steigende Besucher- und Ausleihzahlen schlugen hier ebenso positiv zu Buche wie der Verzicht auf Projekte mit Landesmitteln. Mit 87,2 Besuchen je Öffnungsstunde (bundesweit: 59,3 Besuchen) und 4,47 Euro „laufende Ausgaben pro Besuch“ (bundesweit durchschnittlich 8,61 Euro) hat es Hilden im Vergleich von Büchereien in Städten mit 50.000 bis 100.000 Einwohnern erstmals an die Spitze geschafft.

Die Auszeichnung ist für die Bücherei-Mitarbeiterinnen und den Azubi kein Grund, sich auf dem Erfolg auszuruhen: „Wir aktualisieren und verbessern laufend. Das ist ein Prozess, der nie abgeschlossen ist“, sagt Büchel.

Neu: Angebote in Leichter Sprache


Ganz neu ist das Angebot in „Leichter Sprache“. 70 Bücher, darunter Romane, Kochbücher und Ratgeber, wurden angeschafft. „Leichte Sprache ist ein Beitrag zur Barrierefreiheit“, erklärt Karin Neugebauer, die bei der Bücherei auch für den Bereich interkulturelle Angebote zuständig ist. Die Medien richten sich an Menschen mit Lernbehinderung, aber auch an Menschen mit einer Demenz oder an Flüchtlinge, die erst wenige Worte Deutsch können.

Regeln wie „Nur eine Information pro Satz“, „Keine Synonyme oder Fremdworte“ machten die Texte besonders leicht verständlich, erklärt Neugebauer. In einem Flyer stellt die Bücherei zudem ihr Angebot in Leichter Sprache dar. Anhand von zwölf Bildern werden die Angebote der Bücherei erklärt, diese finden sich auch auf zwei großen Würfeln wieder, die bei speziellen Führungen genutzt werden. Schwellenängste abbauen, neue Kunden erreichen: Das sind zwei große Ziele des neuen Angebots.

Übrigens: Wer am Samstag, 18. Juli, die Stadtbücherei besucht, auf den wartet mit ein bisschen Glück ein goldener Schoko-Stern. 750 der kleinen Sterne wurden bestellt.
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