Förderverein sagt "Danke" mit Plakaten

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Zwei der drei verschiedenen Plakatmotive präsentieren Rolf Tillmanns, Beisitzer des Fördervereins des Seniorenzentrums „Stadt Hilden“, Dr. Jürgen Maaß, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins, Holger Reinders, Geschäftsführer der Gemeinnützigen Seniorendienste „Stadt Hilden“, Elisabeth Focke, Beisitzerin des Fördervereins, und Rolf Meuser, Vorsitzender des Fördervereins. (Foto: Michael de Clerque)
Hilden: Seniorenzentrum "Stadt Hilden" |

Leid und Tod, körperliche Belastung, Zeitdruck und im Gegenzug wenig Geld – der Beruf des Altenpflegers hat kein gutes Image. Gleichzeitig leisten Mitarbeiter des Seniorenzentrums „Stadt Hilden“ Tag für Tag gute Arbeit, lobt der Förderverein. Und bedankt sich öffentlich mit einer Plakataktion.

„Danke, dass ihr euch so liebevoll um Oma kümmert“, steht auf einem der drei Plakatmotive. Auf den beiden anderen bedanken sich erwachsene Angehörige und die Bewohner selbst beim Pflegeteam. Seit wenigen Tagen hängen die Plakate in der Innenstadt, auch in den Stadtteilzentren wird plakatiert.

"Sehr gute und engagierte Arbeit"

„Wir wollen mit der Aktion ausdrücken, dass es in den beiden Häusern am Erikaweg und an der Hummelster Straße ein gutes Klima gibt. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen leisten die Mitarbeiter eine sehr gute und engagierte Arbeit – zusammen mit den vielen Ehrenamtlichen“, sagt Rolf Meuser, Vorsitzender des Fördervereins der Gemeinnützigen Seniorendienste „Stadt Hilden“.

Sein Stellvertreter, Dr. Jürgen Maaß, ergänzt: „Wir wollen mit den Plakaten zeigen, wie sehr wir die Arbeit der Altenpfleger schätzen. Und die der Ehrenamtlichen, ohne die viele Dinge wie Ausflüge, Sportangebote oder die Spaziergänge gar nicht möglich wären.“

Derzeit arbeiten in beiden Häusern rund 130 Altenpfleger. Gesucht werden aktuell Auszubildene sowie Fachkräfte, vor allem im Haus an der Hummelster Straße sind Stellen zu besetzen. „Es wird von Jahr zu Jahr schwieriger, die offenen Stellen zu besetzen“, sagt Holger Reinders, Geschäftsführer der Gemeinnützigen Seniorendienste „Stadt Hilden“. Die geplante Reform, bei der die Ausbildung zum Altenpfleger mit der zum Gesundheits- und Krankenpfleger und zum Kinderkrankenpfleger zusammengelegt werden soll, könnte die Situation noch verschärfen – weil sich dann noch mehr junge Leute eher für die Arbeit im Krankenhaus entscheiden könnten.

"Abwechslungsreicher Beruf mit guten Aufstiegschancen"

„Alter und Sterben: Das sind Themen, mit denen sich viele nicht gerne beschäftigen“, sagt Reinders. Dabei gebe es auch viele Punkte, die für den Beruf des Altenpflegers sprechen: „Man bekommt viel von den Bewohnern zurück, zum Beispiel Dankbarkeit. Der Beruf ist sehr abwechslungsreich und umfasst viel mehr als die Begleitung bei Toilettengängen und Waschen. Kein Tag ist wie der andere. Der Arbeitsplatz ist zu 100 Prozent sicher, man kann sich seinen Arbeitgeber aussuchen und es gibt von Anfang an gute Aufstiegschancen und Möglichkeiten, sich zu spezialisieren.“

Gleichzeitig ist der Beruf fordernd: „Den Zeitdruck gibt es – etwas anderes zu behaupten, wäre gelogen“, sagt Reinders offen. Immer mehr Bewohner werden betreut, zudem kommen die Menschen immer später, oft mit mehreren Erkrankungen, in die Häuser. Auch die Zahl der Demenzerkrankungen nähmen zu, so Reinders.

Umso mehr freut er sich über die Plakataktion des Fördervereins: „Die Mitglieder kennen die Arbeit bei uns. Sie sind oft in den Häusern zu Besuch, viele hatten Angehörige, die hier gepflegt wurden. Ihr Lob hat deshalb einen besonders hohen Stellenwert für uns.“
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