Hildener trauern um beliebten Pfarrer

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Ehrendechant Pfarrer i.R. Hermann-Josef Kremer ist gestorben. Das Foto entstand zu seinem 80. Geburtstag. (Foto: WA-Archiv/Michael de Clerque)

Mehr als 30 Jahre, von 1972 bis 2005, war Hermann-Josef Kremer Pfarrer in Hilden. Am vergangenen Samstag starb er im Alter von 83 Jahren nach langer schwerer Krankheit. Die kirchliche Begräbnisfeier findet statt am Freitag, 10. Juli, um 8.30 Uhr in der Pfarrkirche St. Jacobus, Mittelstraße 10. Das Begräbnis ist im Anschluss um 10.30 Uhr auf dem Hauptfriedhof Hilden, Kirchhofstraße 61.

„Er war immer freundlich, herzlich, hatte immer Zeit für einen kleinen Plausch. Seine Messen kamen vom Herzen aus!“, schreibt Meike Stoll im Online-Kondolenzbuch der Katholischen Kirchengemeinde St. Jacobus. „Ein großer und trauriger Verlust“, schreibt Manuel Ortega vom Spanischen Familienverein.

Kein Zweifel: Hermann-Josef Kremer war ein sehr beliebter Seelsorger. Auch als Rentner stand er seinen „Schäfchen“ als Geistlicher zur Seite, wenn er – wie so oft – von den Menschen in der Stadt angesprochen wurde. „Einmal Priester, immer Priester!“, war für ihn klar. „Pfarrer i.R.“ bedeutete für ihn nicht so sehr „Pfarrer im Ruhestand“ sondern vielmehr „Pfarrer in Reichweite“.

Wobei ihm das Wort „Pfarrer“ nie so recht passte. „Das klang mir zu sehr nach Verwaltungschef. Ich wollte immer lieber als Pastor, als Hirte, verstanden werden“, sagte er einmal.

1972 wechselte er nach Hilden


Geboren in Bensberg bei Köln, begleitete Kremer als junger Messdiener den Kaplan bei seinen Krankenbesuchen, später leitete er eine Messdienergruppe und studierte Theologie an der Universität Bonn. Als Kaplan war er zunächst in Rheidt im Siegkreis tätig, dann in Köln-Deutz, wo er einen Schwerpunkt auf die Jugendarbeit legte.

1972 wechselte er nach Hilden. Hier habe er sich immer wohl gefühlt, sagte er einmal. Mit seiner herzlichen und freundlichen Art fiel es ihm leicht, den persönlichen Kontakt zu Menschen zu finden.

Auch nach Beginn des offiziellen Ruhestands war Kremer weiterhin als seelsorgerischer Ansprechpartner aktiv, etwa bei Trauungen, Jubilarhochzeiten oder Beerdigungen. Besonders wichtig waren ihm die Krankenbesuche im St.-Josefs-Krankenhaus oder die Besuche im Seniorenstift Haus Horst. Ein gern gesehener Gast war er zudem beim portugiesischen und spanischen Verein.

„Ich habe meine priesterliche Tätigkeit nie als Routine empfunden“, sagte er. Ausgleich fand er im Urlaub, der ihn stets ins österreichische Kaunertal führte.
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