Polizei: "Kurios und nicht ungefährlich"

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(Foto: WA-Archiv)

Unter der Überschrift "Spieglein, Spieglein... kurios und nicht ungefährlich" berichtet die Hildener Polizei von folgendem Vorfall: "Am Donnerstag, 7. Januar 2016, kontrollierten Beamte vom Verkehrsdienst der Kreispolizeibehörde Mettmann in Hilden einen 49-jährigen Hildener, welcher im Auftrag seines Arbeitgebers
(Verleihfirma) mit einem im Kreis Mettmann zugelassenen Kleinlastwagen zum Tanken fahren sollte.

Dies ist an sich nicht weiter berichtenswert. Doch ein am Fahrzeug nur provisorisch angebrachter Außenspiegel war den Beamten, die aus ihrer beruflichen Praxis mittlerweile bereits Einiges gewohnt sind, dann doch eine Spur
zu improvisiert.

Bei dem montierten Außenspiegel handelte es sich um einen handelsüblichen Schmink- und Frisierspiegel. Der Fahrer gab dazu als Erklärung, dass der serienmäßige Spiegel des LKW am Vortag zerstört worden sei und dass man nun auf einen Ersatzspiegel aus dem Ersatzteilhandel noch warte. Daher sei diese ungewöhnliche Spiegelkonstruktion behelfsmäßig angebracht worden.

Der Schmink- und Frisierspiegel sowie dessen Anbringung entsprachen selbstverständlich nicht den gesetzlichen Vorschriften. Ein Ausfall des Spiegels war jederzeit möglich. Da ein funktionsgerechter Spiegel aber beim Spurwechsel und Abbiegen des LKW, gerade auch für die anderen Verkehrsteilnehmer überlebenswichtig sein kann, wurde die Weiterfahrt des Kleinlastwagens nur unter
besonderer Vorsicht und auch nur noch bis zum nahegelegenen Firmensitz des LKW gestattet.

Der Verkehrsdienst Mettmann weist in diesem Zusammenhang ganz bewusst auf das Projekt: "Achtung: Toter Winkel" hin, welches zum Ziel hat, die Anzahl der durch beim Abbiegen übersehenen und verletzten oder gar getöteten Verkehrsteilnehmer zu verringern.

Der 49-jährige LKW-Fahrer aus Hilden zahlte an Ort und Stelle ein Verwarnungsgeld, aber auch der Halter des Fahrzeugs wird noch mit einem Bußgeld 'bedacht' werden. Nicht nur eine spätere Weiterfahrt, sondern auch eine Vermietung des Fahrzeugs in aktuellem Zustand, wurde von der Polizei selbstredend untersagt."
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