Reiner Nieswandt leitet ab 1. September zwei Pfarreien

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Möchte nicht "Hochwürden" sein, sondern den Menschen auf Auguenhöhe begegnen: Pfarrer Reiner Nieswandt. Foto: Michael de Clerque

Ab dem 1. September teilen sich die Gemeinden Haan und St. Jacobus Hilden einen Pfarrer. Reiner Nieswandt ist dann für 28.000 Katholiken verantwortlich. Ist das zu schaffen? "Ich würde es nicht machen, wenn ich Bedenken hätte. Diese Entscheidung ist alternativlos", sagt der Seelsorger.

Die Entscheidung von Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki trage dem demografischen Wandel Rechnung. Künftig würden die Bereiche, die ein Pfarrer zu betreuen habe, noch größer werden. "In 25 Jahren werden nur noch geschätzte 1.000 Priester bundesweit im Einsatz sein - so viele wie vor 25 Jahren allein im Bistum Köln", erklärt Nieswandt.
Die vor ihm liegende Aufgabe wird er mit Pragmatismus und vor allem jeder Menge Herzblut angehen. "Parallelstrukturen wird es in Haan und Hilden nicht mehr geben. Die Zeitpläne müssen aufeinander abgestimmt werden."
Darüber hinaus sei es wichtig, die Eigenverantwortlichkeit der Gemeindemitglieder zu stärken, sie an die Hand zu nehmen und zu ermutigen, nach entsprechender Fortbildung selbst Gottesdienste oder Beerdigungen zu übernehmen.
Die Hildener Gemeinde solle aber nicht den Eindruck bekommen, nun stiefmütterlich behandelt zu werden. "Vielen Hildenern bin ich ja auch schon ein Begriff. Für mich ist ein gutes Miteinander wichtig. Ein von Wertschätzung geprägter Umgang auf Augenhöhe. Ich möchte für die Menschen erreichbar und nicht 'Hochwürden' sein."
Nieswandt, der lange in der Psychiatrieseelsorge tätig war, versteht sich nicht nur als spiritueller, sondern auch als sozialer Begleiter der Menschen. "Wenn ich ins Neue Testament schaue, sehe ich, dass Jesus jemand war, der sich mit den Mächtigen angelegt hat. Das sehe ich auch als meine Aufgabe an."
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