Spende für Sprachkurse: Hilfe für Flüchtlinge in Hilden

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Freude über die Spende: Bertha Bouchard, Ulrike Schmidt, beide von Inner Wheel, Michaela Neisser von der Stadt Hilden, Anne de Wendt aus dem Presbyterium der evangelischen Kirche und Gisa Schneider-Heiliger von Inner Wheel unterstützen gemeinsam den Sprachunterricht für Flüchtlinge. (Foto: Stephan Köhlen)

Sprache öffnet Türen – die Hildener Gruppe der internationalen Frauenvereinigung Inner Wheel spendet 1000 Euro, mit denen der Sprachunterricht für Flüchtlinge unterstützt wird. Ein Beispiel für das vielfältige Engagement in der Stadt.

317 Flüchtlinge, davon mehr als 100 Kinder, sind aktuell in Hilden untergebracht. Sie warten auf Bescheid, ob sie offiziell als Flüchtlinge anerkannt werden – oder ob sie die Rückreise in ihre Heimatländer antreten müssen. Ein Schwebezustand, der durchschnittlich sieben Monate dauert.

„Erst nach der Anerkennung durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge haben die Betroffenen einen Anspruch auf Sprachkurse“, erklärt Michaela Neisser, Sachgebietsleiterin Besondere Soziale Dienste bei der Stadt Hilden. Damit die Flüchtlinge in der Zwischenzeit trotzdem etwas Deutsch lernen können, gibt es in Hilden ein besonderes Angebot: Ehrenamtliche bieten Sprachkurse an.

Und hier kommt die Spende von Inner Wheel ins Spiel. Der Betrag stammt aus dem Erlös des jährlichen Basars sowie des Bürgerfests in Haan. „Wir engagieren uns seit 35 Jahren für soziale Zwecke. Mit einem Teil des Basarerlöses möchten wir die Flüchtlinge in Hilden und Haan unterstützen“, sagt Ulrike Schmidt, Präsidentin des IWC Hilden-Haan-Neandertal.

„Mit dem Geld können wir weitere Arbeitsmaterialien kaufen – zum Beispiel die Sprachbücher, die die Teilnehmer behalten dürfen, Hefte und CD-Player. Bislang hatten wir Materialien für 40 Personen – jetzt können noch mehr Flüchtlinge mitmachen“, freut sich Anne de Wendt aus dem Presbyterium der evangelischen Kirche, die den Sprachunterricht organisiert.

39 Helfer, die meisten mit pädagogischer Ausbildung, haben sich freiwillig gemeldet und unterrichten ab kommender Woche die Flüchtlinge in kleinen Gruppen zweimal die Woche für je anderthalb Stunden. Auch Alphabetisierungskurse sollen angeboten werden. Die Unterrichtsräume werden von den Johannitern zur Verfügung gestellt.

„Die Spende von Inner Wheel ist ein Beispiel für das vielfältige Engagement in der Stadt für die Flüchtlinge“, sagt Sozialdezernent Reinhard Gatzke. So plane der FSV Mädchenpower einen Sporttag, der Kanu-Club Hilden einen Schnuppertag. Der Erlös von „Hilden wärmt“ kam den Flüchtlingen zugute, der Bürgerverein Hilden-Meide oganisiert eine Weihnachtsbescherung – und in der Datenbank von Neisser sind viele Hildener erfasst, die bei Bedarf helfen: Vom Babysocken-Stricken bis hin zur Hilfe bei Behördengängen.

„In den vergangenen drei Jahren hat sich die Zahl der Flüchtlinge fast verfünffacht“, sagt Gatzke. Mit der bloßen Unterbringung, die auch Hilden vor immer größere Herausforderungen stellt, sei es aber nicht getan: „Menschen aus unterschiedlichsten Kulturen möchten wir das Gefühl geben, dass sie in Hilden willkommen und gut aufgehoben sind.“

Helfen und spenden:
Wie man den Flüchtlingen aktuell am besten helfen kann – von Gardinen bis hin zu gebrauchten Kinderwagen – , den Überblick hat Michaela Neisser, Sachgebietsleiterin Besondere Soziale Dienste. Sie ist unter der Rufnummer 02103/72-570 sowie per E-Mail unter michaela.neisser­@hilden.de zu erreichen.
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