Sturmtief Friederike: 31 Einsätze der Feuerwehr Hilden

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Verhältnismäßig ruhig sei es gewesen, so die Feuerwehr Hilden. (Foto: Polizei Mettmann / Symbolfoto)

Sturmtief Friederike hat am gestrigen Donnerstag, 18. Januar, seine Spuren im Hildener Stadtgebiet hinterlassen: Bei Windgeschwindigkeiten von bis zu 115 km/h haben mehrere Bäume kapituliert, Dachpfannen lösten sich, eine mobile Toilettenkabine flog ziellos herum, ein Balkongitter riss sich vom Gebäude ab und ein herabfallender Ast beschädigte ein Auto. Insgesamt rückte die Feuerwehr Hilden 31mal aus (Stand 17.30 Uhr). 37 haupt- und ehrenamtliche Einsatzkräfte sorgten dafür, dass größere Schäden ausblieben und niemand verletzt wurde.

Fläche um die Reformationskirche gesperrt

„Die größte Fläche mussten wir rund um die Reformationskirche am Alten Markt absperren“, berichtet Hans-Peter Kremer, Leiter der Feuerwehr Hilden. Ein Abdeckblech hängt nur noch lose an dem Baugerüst und stellt eine Gefahr für Passantinnen und Passanten dar.“ Weil die betroffene Stelle nicht zugänglich ist, muss die evangelische Kirche eine Fachfirma beauftragen, die das Blech wieder befestigt. Bis dahin darf der kritische Bereich nicht betreten werden. „Sicherheit geht vor“, unterstreicht Hans-Peter Kremer.

Ein weitere „Großbaustelle“ hat die Feuerwehr Hilden in der Lievenstraße vorgefunden. Dort hatte sich bei zwei Bäumen in einem Abstand von nur 20 Metern das Wurzelwerk aus dem Boden gelöst. „Während der eine Baum bereits auf das benachbarte Haus gekippt war, konnten wir den anderen mit einer Seilwinde sichern und Stück für Stück abtragen“, berichtet Hans-Peter Kremer. Dabei unterstütze das städtische Grünflächenamt die Feuerwehr.

Nicht ganz so einfach präsentierte sich die Situation am Erikaweg / Ecke Am Anger. Dort hat sich ein 40 cm dicker und etwa 15 Meter langer Ast teilweise vom Baum gelöst. Der verkeilte Ast hängt nun über dem angrenzenden Haus. Die Arbeiten dauern zurzeit noch an, denn die Einsatzkräfte mussten warten, bis der Wind abschwächte.

"Verhältnismäßig ruhig"

„Mit 31 Einsätzen ist der Tag bisher verhältnismäßig ruhig verlaufen“, resümiert Hans-Peter Kremer. Bei Sturmtief Kyrill musste die Feuerwehr Hilden rund 200mal und bei Ela ca. 250mal ausrücken. „Erfahrungsgemäß werden in den nächsten Tagen aber noch einige Einsätze wegen angeknackster Äste und anderer Sturmschäden folgen“, schätzt der Feuerwehrleiter. Deshalb empfiehlt er allen Bürgerinnen und Bürgern ab und an einen Blick nach oben zu werfen.
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