Erste Präsentationen: So könnte der neue Stadtpark aussehen

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Was ist gut und soll bleiben, was ist zu verbessern? Der Stadtpark und der Fritz-Gressard-Platz sollen ein neues Gesicht bekommen. Bei der Planung konnten die Bürger erneut ihre Meinung und ihre Ideen einbringen. (Foto: Michael de Clerque)

Die Revitalisierung des Stadtparks und des Fritz-Gressard-Platzes ging in die zweite Runde. Während am vergangenen Dienstagabend drei Landschaftsarchitekten ihre Entwürfe vorstellten, ergriffen Bürgerinnen und Bürger die Chance, den innerstädtischen Park – durch weitere Vorschläge – mitzugestalten.

Von Corinna Rath

Nur gucken und nichts sagen, war an diesem Dienstagabend nicht von großem Nutzen. Das stellte Bürgermeisterin Birgit Alkenings direkt bei der Begrüßung fest und forderte die anwesenden Hildener schon zu Beginn der Veranstaltung auf, sich weiterhin aktiv an dem dreistufigen dialogorientierten Verfahren zur Stadtparkplanung zu beteiligen.

Schon die erste Veranstaltung zur Modernisierung der 31.000 Quadratmeter großen und 40 Jahre alten Parkanlage inklusive des Fritz-Gressard-Platzes hatte rund 100 interessierte Bürger auf den Plan gerufen und viele Ideen gebracht.

Die waren inwischen von den Landschaftsarchitekturbüros Förder, Gnüchtel und Triebswetter sowie Scape umgesetzt worden und wurden nun, in der zweiten Runde des dreiteiligen Werkstattverfahrens, den Hildenern präsentiert.

Alte Bäume sollen bleiben


So unterschiedlich wie die Planungsentwürfe am Ende auch sind, die Grundidee ist überall gleich: Der alte Baumbestand soll als tragender Bestandteil des Parks erhalten bleiben und große Grünzonen zum Verweilen einladen.

Die Anbindung an die Mittelstraße möchte man verbessern, damit man den Park auch als solchen erkennt und zusätzlich sollen Blick- und Sichtbeziehungen – zum Beispiel zur Villa Spindler – geöffnet werden.

„Es ist wirklich möglich, ein Haus hinter Bäumen komplett verschwinden zu lassen“, sagte Hiltrud Lintel vom Landschaftsarchitekturbüro Scape über den aktuellen Zustand der Verbuschung, der das alte Gebäude im Stadtpark gut verborgen hält.

Die Entwürfe bieten eine Vielfalt an Lösungsvorschlägen, um die „grüne Lunge“ in Hilden zu einem modernen und zukunftsorientierten Park zu gestalten.

Die Ideen des Landschaftsarchitekturbüros Förder reichen vom Textilgarten, einer Lounge als erweitertes Stadthallenfoyer, einer Event Terrasse, einem Wegeband rund um den Park bis hin zu einem Steg als Verbindung zur Innenstadt und dem Aktionsband mit Kiosk, Spielbereich, Pergola und Minigolfplatz.

Während in dem durchgestylten Entwurf des Büros Förder der historische Bezug des Parks wiederhergestellt und mit neuen Elementen aufpeppt wird, beschäftigt sich Markus Gnüchtel vom Büro Gnüchtel und Triebwetter mit den bestehenden Strukturen und den sich daraus ergebenden Möglichkeiten. Das Park-Café sieht er als zu erhaltenden Kultort und auch der Brunnen am Fritz-Gressard-Platz birgt Potential.

„Wir wollen mit dem, was da ist, den Stadtparkeingang produzieren“, sagt Markus Gnüchtel und möchte Einblicke schaffen, der Jugend einen Platz im Park schaffen und mit den Itter-Terrassen „den Fluß ein klein wenig mehr nach Hilden holen“, wie er sagt. Wichtig ist ihm, dass der Parkeingang klar als solcher zu erkennen ist – zum Beispiel durch ein großes Tor.

Auch die Landschaftsarchitekten des Düsseldorfer Büros Scape sehen viele vorhandene Qualitäten im innerstädtischen Park. Eine grüne Insel vor der Stadthalle, eine Itterpromenade, eine große Grünzone mit attraktiven Aktivbereichen stehen genauso im Mittelpunkt des Entwurfes wie der Plan, die Villa von drei Seiten sichtbar zu machen.

Bürger meldeten sich zu Wort


„Ihre Meinung ist gefragt“, hieß es im Anschluss an die Vorstellungsrunde an den drei Dikussionsinseln der verschiedenen Landschaftsarchitektenbüros, die zum Austausch einluden.

Hier wurde Kritik genauso wie Lob geäußert und viele der selbst beschriebenen grünen Zettel an die Pinwände geheftet.

Der nächste Schritt? Nachdem die Meinungen der Bürger in die vorhandenen Entwürfe eingearbeitet wurden, steht am 15. Juni die öffentliche Abschlusspräsentation an.

Im nächsten Schritt bewertet eine Empfehlungskommission aus Verwaltung, Politik, Seniorenbeirat, Jugendparlament und Stadtmarketing dann die Entwürfe. Final entscheidet der Ausschuss für Umwelt- und Klimaschutz am 27. August über den Vorschlag des Gremiums.

Danach kann es dann endlich losgehen. Die eigentliche Bauphase? „Die beginnt voraussichtlich 2017“, weiß die technische Beigeordnete Rita Hoff.
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