(Nacht)schmetterlinge im Garten anködern

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Köderschnur mit verschiedenen Eulenfaltern, Haan, 17.10.2013
Jetzt kommen sie, die "langen Winterabende", und für diejenigen, die sich schon hinter dem Ofen eingemuckeln wollten, habe ich einen Tipp:
Viele einheimische Nachtfalter haben jetzt Hochkonjunktur, nämlich die sogenannten "Herbsteulen". Wer einen Garten hat, oder in der Nähe eines Parks wohnt. kann folgendes versuchen.
Man nehme:
1 Liter billigsten Rotwein
1 Kilo Haushaltszucker
1 Glas Apfelmus
2 Esslöffel Mondamin
alles verrühen, das gibt einen leckeren roten Brei. Diesen streicht man dann mit einem Pinsel an Baumstämme oder Zaunpfosten, und wer Lust hat kann sich auch sogenannte Köderschnüre bauen, dazu nehme ich ein Hanfseil, mit dem man normalerweise frisch gesetzte Bäume am Pfosten festbindet (gibts im Gartenmarkt).
Die Eulenfalter sind scharf auf Zucker und Alkohol, saugen im Herbst auch an angebissenem Obst, trockenen Beeren etc. Das Mondamin ist hygroskopisch und verhindert ein Austrocknen der Ködermasse.
Wenn kein Starkregen alles abwäscht, lockt eine solche Köderstellein der Dämmerung die sogenannten "Motten" an, das sind hier in der Region mindestens ein Dutzend verschiedene Eulen-Arten, etliche davon mit schönen Herbstfarben.
Tagsüber sieht man dort C-Falter und Admiral naschen.
Das Anlocken von Eulenfaltern funktioniert übrigens des ganzen Winter hindurch, es gibt Arten, die ihren Flugzeithöhepunkt Mitte Januar haben. Nur am Abend frostfrei muss es sein, und am besten ein bisschen feucht, Regen ist eher förderlich und stört die Falter nicht. Probiert's einfach aus!
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3 Kommentare
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Kerstin Zenker aus Bergkamen | 18.10.2013 | 10:30  
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Armin Dahl aus Hilden | 18.10.2013 | 14:55  
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Armin Dahl aus Hilden | 23.10.2013 | 21:41  
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