48 Millionen Küken werden jährlich geschreddert oder vergast

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48 Millionen Küken werden jährlich getötet (Foto: Thommy Weiss/pixelio.de)

NRW-Minister Johannes Remmel: ,,Tiere sind keine Abfallprodukte!" - Und will Verbot des Tötens von Eintagsküken erreichen.

Verbraucherschutz- und Landwirtschaftsminister Johannes Remmel wirft Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt im Streit um das Töten männlicher Eintagsküken eine Verzögerungstaktik zu Lasten des Tierschutzes vor.

,,Auch 14 Jahre nach der Aufnahme des Tierschutzes ins Grundgesetz ist es weiterhin möglich, tierschutzwidrige Praktiken wie das Schreddern oder Vergasen von jährlich 48 Millionen Küken durchzuführen. Tiere sind keine Abfallprodukte, die nur wegen der Gewinnmaximierung getötet werden dürfen", sagte Minister Remmel.

,,Das Schreddern und Töten von Tieren hat gesellschaftlich und politisch keine Akzeptanz. Auch die Mehrheit der Länder hat im Bundesrat für ein Verbot dieser grausamen Praxis votiert. Der Bundeslandwirtschaftsminister hingegen versteckt sich weiter hinter wohlfeilen, teuren und langwierigen Forschungsvorhaben. Minister Schmidt will offenbar diese Tötungspraxis bis zum Ende seiner Amtszeit aussitzen. Das werden wir nicht akzeptieren", kritisiert Minister Remmel.

Das Land NRW wird daher weiter versuchen, über den Gerichtsweg ein Verbot der tierschutzwidrigen Praxis zu erreichen und wird deshalb eine Nichtzulassungsbeschwerde beim Oberverwaltungsgericht in Münster einreichen und notfalls danach vor das Bundesverwaltungsgericht ziehen.

Bericht eines Augenzeugen:

Aus dem Landkreis Cuxhaven: ,,Am Abend standen auf einem Hof sechs große Mülltonnen, als ich sie öffnete, waren sie bis obenhin voller Eintagsküken die offensichtlich einige Stunden zuvor vergast worden waren. Es war ein Bild des Grauens, denn einige von ihnen lebten und zappelten noch. Meine Anzeige bei der Polizei blieb erfolglos."
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