Bis zum Gong: Achtes Hildener Speed-Debating

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Vier Minuten, dann wird gewechselt: Polizeihauptkommissar Frank Eigelshoven, stellvertretender Leiter der Polizeiwache Hilden, im Gespräch mit Jugendlichen. (Foto: Michael de Clerque)
Hilden: Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium |

Vier Minuten, dann geht der Gong. Vier Minuten, um Politiker und Vertreter von Stadt und Behörden zu befragen und mit ihnen zu diskutieren. Wenig Zeit, aber Zeit genug für die Schüler im Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium, um unterschiedlichste Themen anzusprechen.

„Ihr Job ist aber nicht immer spaßig, oder?“ – direkt in der ersten Runde des Speed-Debating geht es zur Sache. Die 15-jährige Sarah Effertz hakt bei Streetworker Sascha Göbeler nach, der Jugendliche an ihren Treffpunkten in der Stadt aufsucht und beispielsweise bei Bewerbungen, Ämterbesuchen oder bei Ärger zu Hause unterstützt. Seine Antwort: „Eigentlich schon. Nicht so schön ist allerdings, wenn in den Gruppen getrunken wurde oder Jugendliche aggressiv sind.“

Der Sozialarbeiter erzählt auf Nachfrage von seinem Lebenslauf und seine Arbeitszeiten – und dann ertönt auch schon der Gong. Im Uhrzeigersinn wechseln die Schüler die Plätze.

Bürgermeister-Wahl und Mehrheitsfindung

Katinka Rother, Mitglied im Hildener Jugendparlament, sitzt nun Torsten Brehmer (SPD) gegenüber. Nicht zum ersten Mal – die 17-Jährige und das Ratsmitglied haben schon bei mehreren Speed-Debatings mitgemacht.
Aktuelle Themen der Stadt werden angesprochen: Die Aufstellung der Bürgermeisterkandidaten, die neue Ratsfraktion „Allianz für Hilden“ und die Ziele der SPD. „Wieviel wurde tatsächlich umgesetzt?“, will Rother wissen. Die Antwort: „Gut mehr als 50 Prozent“. Brehmer führt als Erklärung die Mehrheitsfindung im Rat und die Finanzierung an.

Der Gong macht auch diesem Gespräch ein Ende. Einen Tisch weiter geht es nicht um lokale, sondern um bundesweite Themen, darunter auch um die Vorwürfe gegen den Limburger Bischof Tebartz-van Elst. Dr. Christian Dern, stellvertetender Leiter des Bonhoeffer-Gymnasiums, erklärt zudem, wie er Medien für seinen Unterricht auswählt: „Oft nehme ich die Frankfurter Allgemeine Zeitung – zum Beispiel wegen der sprachlichen Bilder.“ Anschließend geht es um die Frage, ob die Zeitung eine bestimmte parteiliche Richtung vertritt.

Das Speed-Debating wird vom Hildener Jugendparlament organisiert. Das nächste Treffen mit Gong ist bereits in Planung – in einer anderen Schule. „Das Speed-Debating hat sich seit Jahren bewährt. Und ist für diejenigen, die wir einladen, die Möglichkeit, Jugendliche direkt zu erreichen“, sagt Lucas Thieme vom Jugendparlament.
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