Bürgeraktion will Leitplanken für die Beckersheide

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Früher trennten Leitplanken Schienen und die Straße Beckersheide. Diesen Zustand wollen Ludger Reffgen (l.) und Markus Hanten von der Bürgeraktion wiederherstellen lassen. (Foto: Michael de Clerque)

Seit mehr als zwei Jahren ist die Leitplanke weg, die zuvor die Straße Beckersheide von den Bahnschienen abgeschirmt hat. Die Bürgeraktion will den Schutz wiederherstellen lassen und hat einen entsprechenden Antrag im Ratsauschuss eingereicht.

„Die Sache ist verfahren. Dabei erscheint uns eine Lösung - guten Willen vorausgesetzt - gar nicht so schwer“, sagt Ludger Reffgen, Fraktionsvorsitzender der Bürgeraktion (BA).

Und darum geht es: Wenige Meter neben der Straße Beckersheide verlaufen die Bahngleise der S1. Die Straße ist einspurig und hat keinen Bürgersteig. Genutzt wird sie laut BA von Autos und von Landmaschinen - aber auch von zahlreichen Familien, die beispielsweise mit dem Rad zur Ohligser Heide unterwegs sind. Und auch Fußgänger seien hier regelmäßig unterwegs.

„Anhand der fehlenden Grasnarbe zwischen Straße und Gleisen kann man sehen, wie häufig der Bereich neben der Straße genutzt wird“, sind sich Reffgen und Markus Hanten, Anlieger und stellvertretender BA-Vorsitzender, einig. Ihre Sorge: Ein kleines Kind auf dem Fahrrad könnte bei plötzlichem Verkehrsaufkommen so weit von der Straße abgedrängt werden, dass es den Gleisen zu nahe kommt - und bei Zugverkehr in den Sog der Bahn gerät.

„Die S1 hat an dieser Stelle bereits ihre Höchstgeschwindigkeit, 100 km/h erreicht“, sagt Hanten. Zwar sei bislang noch niemand verunglückt. „Aber immer wieder berichten Bürger, die die Strecke regelmäßig nutzen, von Beklemmungen und Angstzuständen.“ Und auch die Polizei habe in einem Aktenvermerk erklärt, dass ein Kind durch den starken Luftzug auf die Gleise gezogen werden könnte.

Bis zum Frühjahr 2014 war die Straße Beckersheide von den Gleisen durch Leitplanken abgetrennt. Dann wurde der Schutz entfernt und nicht wieder aufgestellt.
„Nach Angaben der Stadt waren sie durchgerostet“, so Reffgen. Die Bürgeraktion fordert nun, dass der Schutz wiederhergestellt wird und hat einen entsprechenden Antrag in den Stadtentwicklungsausschuss eingebracht.

Die Kosten schätzt Reffgen auf etwa 10.000 Euro. Das sei wesentlich billiger als die Errichtung eines Zauns, über den die Stadt viele Monate mit der Deutschen Bahn verhandelt hatte.

Die Kosten für die Leitplanken müsste die Stadt übernehmen. Und auch die Bahn gilt es ins Boot zu holen, da der Schutz auf ihrem Grundstück errichtet werden müsste.
Der Antrag der Bürgeraktion ist am 31. August Thema im Stadtentwicklungsausschuss. Hier muss die BA andere Fraktionen für ihre Pläne gewinnen - die Stimmen von BA und Allianz alleine reichen nicht aus.
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