Flüchtlinge: Stadtrat dankt Ehrenamtlichen

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In der ehemaligen Albert-Schweitzer-Schule sind derzeit Flüchtlinge untergebracht. (Foto: Stadt Hilden)

Dass die Betreuung und Unterbringung der Geflüchteten in Hilden so gut funktioniert, ist auch und im Besonderen den über 200 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern zu verdanken – darin sind sich alle Ratsmitglieder der Stadt Hilden einig. Am vergangenen Mittwoch, 30. September, hat der Stadtrat deshalb einstimmig eine Erklärung beschlossen, mit der er den Freiwilligen für ihr außerordentliches Engagement seinen Dank ausspricht:

„Hilden ist die Stadt der kurzen Wege – das zeigt sich auch dann, wenn dringend Hilfe gebraucht wird. Über 200 Bürgerinnen und Bürger setzen sich dieser Tage gemeinsam dafür ein, dass die Menschen, die in Hilden Schutz und Sicherheit suchen, diese auch finden. Und mehr noch: Sie zeigen, dass in Hilden die vielzitierte „Willkommenskultur“ nicht nur ein Wort ist.

Etwa 20 pensionierte Lehrerinnen und Lehrer haben es sich zur Aufgabe gemacht, Jugendliche vor Ort zu unterrichten. Genauso viele Erzieherinnen sind ehrenamtlich im Einsatz, um die jüngeren Kinder am Vormittag zu betreuen. Nicht zu vergessen sind die Nachbarinnen und Nachbarn, die in wechselnden Konstellationen zum Begegnungscafé kommen: um sich mit den Geflüchteten auszutauschen und einander kennenzulernen, um sprachliche Barrieren abzubauen und um für etwas Spaß und Ablenkung zu sorgen.

Die Johanniter arbeiten praktisch rund um die Uhr. Das Team des Sozialdienstes katholischer Frauen und Männer e.V. (SKFM) hat die Verantwortung für die Annahme und Ausgabe der Kleiderspenden übernommen – und hat nicht nur einmal außerhalb der regulären Öffnungszeiten seine Türen für die in Not geratenen Menschen geöffnet. Der Deutsche Kinderschutzbund Hilden macht sich dafür stark, dass die geflüchteten Kinder mit allem, was sie brauchen, versorgt werden. Auch zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung helfen in ihrer Freizeit, an den Abenden und an den Wochenenden.

Gemeinsam tragen all diese Menschen dazu bei, dass die temporäre Notunterkunft im Gebäude der ehemaligen Albert-Schweitzer-Schule für viele Geflüchtete mehr ist, als nur einer von vielen Zwischenstopps.

Dass das ehrenamtliche Engagement in Hilden so gut funktioniert und organisiert ist, ist vor allem der Flüchtlingsbeauftragen der Evangelischen Kirchengemeinde Hilden, Anne de Wendt, zu verdanken. Sie schafft es nicht nur, alle Fäden in dieser Stadt zusammenzuführen und -zuhalten, sondern auch immer wieder neu zu motivieren und Kräfte zu bündeln.

Jedem Helfer und jeder Helferin – dazu zählen selbstverständlich auch die Lehrerinnen und Lehrer, die bereits seit Monaten die Geflüchteten in den Übergangsheimen unterrichten – gebührt die uneingeschränkte Dankbarkeit des Hildener Stadtrats. Wir sind froh, dass sich so viele Personen mit Freude und Enthusiasmus für ihre Mitmenschen einsetzen. Darauf kann Hilden mehr als stolz sein.“
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