Hilden: In den Ferien voneinander lernen

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Sport, Spiel und jede Menge Spaß: Geflüchtete und Nicht-Geflüchtete verbringen drei Wochen der Sommerferien gemeinsam. (Foto: Stadt Hilden)

Insgesamt 32 junge Menschen nehmen an dem Ferienprogramm des Amtes für Jugend, Schule und Sport in der Campus-OT am Bildungscampus Holterhöfchen teil. Einige von ihnen sind vor Krieg und Terror aus ihrer Heimat geflohen und besuchen jetzt die internationalen Klassen des Berufskollegs.

Die andere Hälfte der Gruppe setzt sich aus Schüler und Schülerinnen der Wilhelm-Fabry-Realschule zusammen. Drei Ferienwochen verbringen die Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren gemeinsam mit Klettern, Mini-Golf, Capoeira und Kartfahren – dabei lernen sie ganz nebenbei Sprache und Kultur ihrer Kameradinnen und Kameraden kennen.

„Am Berufskolleg Hilden gibt es zwei Klassen für Geflüchtete“, erklärt der zuständige Lehrer André Bastian. „Die Schüler und Schülerinnen waren sehr enttäuscht, dass sechs Wochen lang kein Unterricht stattfindet. Sie wollten keine Zeit verlieren und lieber weiter lernen. Da kam das Freizeitangebot der Stadt wie gerufen.“ Möglich ist das Programm dank der Förderung durch den Landschaftsverband Rheinland (LVR). „Mit den Landesmitteln können wir drei Wochen in den Sommerferien und weitere Projekte im Herbst finanzieren“, berichtet Roman Kaltenpoth, Leiter der städtischen Jugendförderung.

„Wir haben das Programm nach einem handlungsorientierten Ansatz zusammengestellt“, erklärt Roman Kaltenpoth. „Die Jugendlichen machen viel gemeinsam, sind draußen und sammeln unterschiedliche Gruppenerfahrungen. Auf diese Weise verbessern sie ihre Sprachkenntnisse und haben dabei Spaß.“ Außerdem sind eine Stadtrallye durch Hilden und Ausflüge nach Düsseldorf, Duisburg, Köln und Wuppertal geplant. Der Sozialpädagoge ist sich sicher: „Vokabeln, Redewendungen, aber auch Regeln und Werte vermitteln sich am besten im zwanglosen Umgang mit Gleichaltrigen.“
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