NRW und jüdische Gemeinden bekräftigen ihre Partnerschaft

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v.l.: Sonja Guenter, Alexandra Khariakova, Michael Rado, Sylvia Löhrmann, Oded Horowitz, Hannelore Kraft, Hanna Sperling, Zwi Hermann Rappoport, Bettina Levy, Robert Neugröschel und Franz-Josef Lersch-Mense; (Foto: landnrw/uta wagner)

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft setzt ein starkes Symbol für die neu gewachsene Selbstverständlichkeit jüdischen Lebens in Deutschland.

NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und Vertreterinnen und Vertreter von Jüdischen Gemeinden und Verbänden in Nordrhein-Westfalen haben in Düsseldorf den fünften Änderungsvertrag zwischen dem Land und den jüdischen Landesverbänden unterzeichnet.

In Nordrhein-Westfalen gibt es derzeit 22 jüdische Gemeinden mit rund 28.000 Mitgliedern. Im Rahmen des fünften Änderungsvertrages wird die Landesleistung ab 2018 auf insgesamt 17 Millionen Euro jährlich erhöht - von zuletzt rund 8 Millionen Euro pro Jahr. Nach Grundlage des 1992 zwischen dem Land NRW und den jüdischen Verbänden geschlossenen Vertrag, beteiligt sich das Land an den Ausgaben der jüdischen Gemeinschaft für deren religiösen und kulturelle Bedürfnisse und ihre Verwaltung.

Außerdem stärkt das Land die jüdischen Gemeinden mit dem fünften Änderungsvertrag sowohl in Fragen der Sicherheit, als auch bei baulichen Maßnahmen: Allein 3 Millionen Euro pro Jahr müssen für die Sicherheit der rund 21 Synagogen in NRW ausgegeben werden. Nicht zuletzt wegen des verstärkt aufkommenden importierten Antisemitismus - steigen die Kosten für Sicherheitsdienste vor jüdischen Einrichtungen, Sicherheitsschleusen und vermehrten Polizeistreifen.

Ministerpräsidentin Kraft: ,,Diese Unterzeichnung ist ein starkes Symbol für die neu gewachsene Selbstverständlichkeit jüdisches Leben in Deutschland. Damit vertiefen die Landesregierung und die jüdischen Landesverbände in Nordrhein-Westfalen das freundschaftliche Verhältnis untereinander. Es ist und bleibt ein großes Anliegen der Landesregierung, die jüdische Gemeinschaft zu unterstützen."

Abraham Lehrer, Vorstandsmitglied der Synagogen-Gemeinde Köln und Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschand sagte: ,,Wir werten es als ein starkes Signal, dass die Landesregierung die positive und zukunftssichernde Entwicklung jüdischen Lebens in unserem Bundesland als Bereicherung betrachtet und die nötigen Mittel bereitstellt."
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