Wie attraktiv ist Hildens Innenstadt? Verwaltung befragt Bürger

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Hilden (WK). Stadtmarketing, Immobilieneigentümer, Einzelhändler, die Industrie- und Handelskammer und die Kirchengemeinden, Vereine wie der Allgemeine Deutsche Fahrradclub und soziale Verbände wurden bereits gefragt - jetzt konnten die Bürger bei der ersten Stadtkonferenz ihre persönliche Meinung zur Situation in der Innenstadt äußern und Verbesserungsvorschläge machen.

Hintergrund: Die Verwaltung möchte das aktuelle Städtebauförderungsprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ der Bezirksregierung Düsseldorf nutzen, das 50 Prozent der Kosten einer Neugestaltung verschiedener Punkte der Innenstadt finanzieren könnte. Bis spätestens Ende Juni dieses Jahres muss der Hildener Förderantrag, verbunden mit einem schlüssigen Handlungskonzept, gestellt sein. Bei einer positiven Zusage sollen erste Maßnahmen aus dem Konzept bereits 2014 umgesetzt werden.
Auch wenn die Verwaltung die Veranstaltung in der Aula des Helmholtz-Gymnasiums optimal und sehr bürgernah und -freundlich vorbereitet und groß in allen Medien sowie auf Plakaten angekündigt hatte, nutzten leider nur wenige Dutzend Menschen die Chance, bei dieser Veranstaltung ihre Ideen einzubringen und so konstruktiv an einer Neu- und Umgestaltung ihrer Innenstadt mitzuwirken. Schade, wenn man den städtischen Aufwand bedenkt. Umso größer - da kann man sicher sein - ist dann das Geschrei und Geschimpfe der Nichtanwesenden hinterher, wenn die Stadt vollendete Tatsachen schafft...
Kritik der Besucher gab es etwa zum Erscheinungsbild und der Struktur des Steinhäuser-Zentrum und des Fritz-Gressard-Platzes. Bemängelt wurden auch die Straßenquerungen Benrather Straße und Hochdahler Straße / Kirchhofstraße an der Gabelung für Fußgänger und Radfahrer. Gewünscht wird ein durchgängiger Radweg durch die Innenstadt. Auch Positives konnten die Besucher mitteilen. So wird der Alte Markt durchweg als „Hildens gute Stube“ angenommen; auch der Stadtpark bekam Pluspunkte, wobei hier die fehlende Verbindung zur Fußgängerzone als Manko angesehen wird.
Der bei der Stadtkonferenz entstandene „Wunschzettel“ und die vorher eingeholten Expertenmeinungen werden jetzt aufgearbeitet und in einer weiteren Stadtkonferenz am 11. April vorgestellt und diskutiert. In einer abschließenden dritten Veranstaltung am 23. Mai präsentieren die Verantwortlichen dann ein Gesamthandlungskonzept. Der Stadtentwicklungsausschuss berät anschließend das Ganze, bevor der Rat die Beschlussfassung politisch bindend festlegt.
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