10.890 Hildener Kinder waren bei der Busschule dabei

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Wie verhält man sich im Bus richtig? Das lernen Hildener Grundschüler in der Busschule. (Foto: Stadt Hilden / Klaus Helmer)
 
Unter anderem wurde auch das Handhaben von Tornister und Co. geübt. (Foto: Stadt Hilden / Klaus Helmer)

20 Klassen aller Grundschulen in Hilden nehmen zurzeit am verkehrspädagogischen Projekt Busschule teil.

Das kindgerechte Sicherheitstraining ist eine Kooperation der Stadt Hilden, der Eugen-Otto-Butz-Stiftung, der Verkehrsunfall- und Kriminalprävention der Kreispolizei Mettmann und der Rheinbahn.

Mehrere wissenschaftliche Untersuchungen haben in den letzten Jahren gezeigt, wie wichtig und sinnvoll die Busschule ist, teilt die Rheinbahn mit. Seit ihrem Start im Jahr 2002 stand die Busschule für die Hildener Schüler 363 Mal auf dem Stundenplan, 10.890 Kinder haben teilgenommen – davon rund 600 allein in diesem Jahr.

Stiftung für Verkehrssicherheit

Stadt Hilden und Rheinbahn teilen sich die Kosten der Busschule. Die Eugen-Otto-Butz-Stiftung, die wiederum einen Teil der städtischen Finanzierung übernimmt, setzt sich für die Verbesserung der Sicherheit im Straßenverkehr ein. Sie fördert Projekte und wissenschaftliche Untersuchungen zur Unfallprävention und zur Verbesserung der Mobilität.

Zusätzlich stellt Bürgermeisterin Birgit Alkenings den zweiten Teil der Kosten aus dem Stadtetat zur Verfügung, um die Busschule für alle Viertklässler aus Hilden anzubieten. „Dieses Engagement ist vorbildlich. Die Stadt Hilden übernimmt damit in vorausschauender Weise Verantwortung für ihre jungen Bürger, die mit den Bussen unterwegs sind; eine gute Investition in die Zukunft“, sagt Rheinbahn-Marketingleiterin Chantal Kleine.

Ziel: Unfälle vermeiden

Ziel der Busschule ist es, die Sicherheit auf dem Schulweg und in der Freizeit zu erhöhen, Unfällen vorzubeugen, die Kinder für Gefahrenquellen zu sensibilisieren und ihre Kompetenz rund um das Thema Mobilität zu erhöhen.

Täglich sind circa 80.000 Schüler mit den Fahrzeugen der Rheinbahn im ganzen Netz unterwegs. Dabei bieten Bus und Bahn im Vergleich zum Fahrrad oder zum Fußweg die sicherste Mobilität für die Kinder – denn nur sieben Prozent aller Unfälle mit Kindern im Straßenverkehr ereignen sich im Zusammenhang mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Unfälle mit Schulkindern als Beifahrer im Pkw auf Schulwegen haben sogar zugenommen.

Ablauf der Busschule

Mit Beginn des fünften Schuljahrs steht für viele Kinder ein neuer, häufig längerer Schulweg an, für den sie selbstständig den öffentlichen Nahverkehr nutzen sollen. Die Busschule bereitet sie darauf vor; der Bus ist dabei Unterrichtsraum und
Demonstrationsobjekt zugleich und hat so den größtmöglichen Realitätsbezug.

Spielerisch stellen die Schüler Alltagssituationen nach – sicheres Warten an der Haltestelle, reibungsloses Einsteigen in den Bus, richtiges Stehen und Sitzen im Bus – unter Anleitung erfahrener Mitarbeiter; heute vor Ort sind von der Rheinbahn Pädagogin Ina Baumann und die Fahrer Stefan Norff und Detlef Noth. Jörg Marsall, Verkehrssicherheitsberater der Kreispolizeibehörde, thematisiert die Vorbeugung von Unfällen auf dem Weg zur Haltestelle, das Verhalten an der Haltestelle und die Kontaktaufnahme mit der Polizei.

Er spricht auch kriminalpräventive Themen wie Vandalismus und Schwarzfahren
auf sensible und kindgerechte Weise an.

Inhalte des Trainings

Im Mittelpunkt des Trainings stehen folgende Elemente:
- Der Weg zur Haltestelle: Rechtzeitig losgehen, sehen und gesehen werden, Wahl des sichersten, nicht des kürzesten Weges.
- Die Haltestelle: Wo stehe ich sicher? Welchen Platz braucht der Bus beim Anfahren der Haltestelle? Mutproben, Spielen und Rangeln.
- Ein -und Aussteigen: Wie geht es für alle am sichersten und schnellsten, ohne Drängelei?
- Verhalten im Bus: Wie stehe und sitze ich richtig? Wohin mit dem Tornister? Wie sichere ich mich ab?

Das von der Rheinbahn entwickelte Konzept ist teilnehmerzentriert und auf Erlebnisunterricht ausgerichtet. Es macht den Kindern anschaulich klar, welche Gefahren im Straßenverkehr lauern und wie man sie vermeidet. "Gemeinsam werden einfache Regeln erarbeitet, die die Kinder direkt vor Ort ausprobieren und trainieren können – so macht Lernen Spaß!", teilt die Rheinbahn abschließend mit.
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