Beliebte Wohnorte im Südkreis

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Zahlen, Daten und Fakten rund ums Eigenheim in Langenfeld, Hilden und Monheim hat Dr. Alfred Laufenberg analysiert. Foto: Privat

In der Metropolregion zwischen Düsseldorf und Köln kann man gut leben. Entsprechend ist die Nachfrage nach Immobilien in den Städten Langenfeld, Hilden und Monheim am Rhein nach wie vor sehr lebendig. Das stellt Immobilienexperte Dr. Alfred Laufenberg bei der Analyse des Grunstücksmarktberichts 2016 des Gutachterausschusses für den Kreis Mettmann und eigener Auswertungen fest.

Treibende Faktoren sind vor allem die Suche älterer Semester nach Wohnungen in Innenstadtnähe und das Interesse junger Familien aus Düsseldorf und Köln an bezahlbaren Einfamilienhäusern vor der großen Stadt. Dafür spricht, dass im vergangenen Jahr in Langenfeld 28,9 Prozent und in Hilden 17,8 Prozent mehr Immobilien und Grundstücke verkauft wurden als in 2014. Monheim am Rhein muss hingegen einen Rückgang von 8,5 Prozent vermelden. Der mögliche Grund: ein zu geringes Angebot bei steigenden Preisen.
Hilden ist mit im Mittel 316.410 Euro für gebrauchte Einfamilienhäuser das teuerste Pflaster, gefolgt von Langenfeld mit 306.835 Euro und Monheim mit 290.758 Euro.
Beispiel: Für ein Reihenmittelhaus Reusrath aus 1954 mit 113 Quadratmetern Wohnfläche und 585 Quadratmetern Grundstück wurden 265.000 Euro bezahlt. Ein Reihenendhaus aus dem Jahr 1992 mit 154 Quadratmetern Wohnfläche und 311 Quadratmetern Grundstück in Immigrath hat 369.000 Euro erzielt.
In Langenfeld liegen die Bodenrichtwerte zwischen 310 und 420 Euro pro Quadratmeter und 420. In Hilden wurden Richtwerte des Gutachterausschusses zwischen 310 und 460 errechnet. In Monheim am Rhein finden sich Bodenrichtwerte zwischen 280 und 340 Euro pro Quadratmeter. Details unter www.boris.nrw.de.
Für die meisten sind diese Preise jedoch Theorie, weil es nicht genügend Grundstücke am Markt gibt. Laut Grundstücksmarktbericht wurden 2015 in Langenfeld zwar 57 Häuser von privaten Bauherren gebaut, jedoch in Hilden nur 27 und in Monheim am Rhein nur eins. Die Preise schwanken auch hier stark zwischen 263 und 661 Euro/Quadratmeter in Langenfeld und zwischen 260 und 669 Euro/Quadratmeter in Hilden. Für Monheim am Rhein wurde kein Wert veröffentlicht. Eines der größten Baugebiete der Region ist mit 16 Hektar der Berghausener Blumentopf in Langenfeld. Mittlerweile sind fast alle der 300 Häuser und Wohnungen verkauft.
Die mittleren Preise für Eigentumswohnungen variieren nach Baujahr. Die Extreme liegen zwischen knapp 600 und 4.200 Euro/Quadratmeter. Besonders gesucht sind luxuriöse, barrierearme Wohnungen in den Innenstädten von Hilden, Langenfeld und Monheim. Penthäuser finden hier reißenden Absatz. Die Preissteigerung liegt mit ca. 6 Prozent höher als bei Einfamilienhäusern. Beispiel: Für eine 3-Zimmer Wohnung mit 70 Quadratmetern aus 1965 wurden 1.428 Euro/Quadratmeter = 100.000 Euro bezahlt. Eine 3-Zimmer Wohnung mit 80 Quadratmetern aus dem Jahr 1998 hat 2.988 Euro/Quadratmeter = 239.000 Euro erzielt. Käufer bewerten den Preis einer Immobilien anhand vieler Faktoren wie Lage, Grundriss, Ausrichtung des Gartens/Balkons, Zustand, Altern und Nachbarschaft. Natürlich ist auch der Vergleich wichtig: was ist alternativ auf dem Markt zu kaufen. Für eine richtige Positionierung am Markt sind diese Faktoren zu berücksichtigen und nicht nur die bei errechneten Sachwerten dominierend Brutto-Geschossflächen, Alter und die Grundstücksgröße.
Zum aktuellen Zeitpunkt suchen mehr als 1.118 Familien eine Immobilie in Langenfeld, Hilden oder Monheim am Rhein zum Kauf über Laufenberg-Immobilien. Mehr als ein Drittel der Kaufinteressenten wohnt in einer der umliegenden Großstädte. Die Nachfrage bleibt lebhaft. "Von starken Preissprüngen nach oben gehen wir nicht mehr aus", sagt Dr. Laufenberg. Die seit 21. März gültige „Wohnimmobilienkreditrichtlinie“ verlangt von Kredit-Vermittlern den Nachweis, dass Interessenten sehr umfassend über alle Risiken eines Kredites bis zur Rückzahlung aufgeklärt werden. Ein Szenario darin sind sicher auch langfristig wieder steigende Zinsen. Ein anderes Szenario ist ein realistischer Blick auf Umbau- und Renovierungskosten. Wer über seine Verhältnisse kaufen will, wird jetzt öfter bei der Kreditgenehmigung gebremst. Lebhaft wird die Nachfrage junger Familien aus den umliegenden Großstädten nach bezahlbaren Einfamilienhäusern bleiben.
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