Polizei warnt vor falschem TV-Techniker

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Die Polizei warnt vor Trickbetrügern. (Foto: LK)

Die Hildener Polizei warnt aus aktuellem Anlass vor Trickbetrügern: Gestern Mittag, 17. August, gegen 14 Uhr, entwendete ein "falscher" Fernsehtechniker einem Senior an der Hoffeldstraße das Portemonnaie mitsamt Bargeld und der EC-Karte.

Unter dem Vorwand, den Fernseher des 71-jährigen reparieren zu wollen, betrat
der vermeintliche Mitarbeiter eines Kabelbetreibers die Wohnung des Rentners. Der 71-Jährige, der seit einiger Zeit tatsächlich Probleme mit seinem Fernseher hatte und den Kabelbetreiber sogar schon kontaktiert hatte, schöpfte zunächst keinen Verdacht und ließ den Unbekannten in seine Räume.

Portemonnaie gestohlen

Im Wohnzimmer forderte der angebliche Techniker den Rentner auf, die Programme zu wechseln. Dann verabschiedete sich der Unbekannte und erklärte, dass er gegen 16 Uhr noch einmal wiederkommen würde. Auf eine Rückkehr wartete der Rentner jedoch vergeblich. Stattdessen mußte der 71-Jährige am späten Nachmittag feststellen, dass sein Portemonnaie von dem Unbekannten entwendet worden war.

Kein Einzelfall

Bereits eine halbe Stunde zuvor, gegen 13.30 Uhr, hatte sich an der Furtwänglerstraße ein ähnlicher Fall ereignet. Auch hier klingelte ein Unbekannter an der Tür einer Seniorin und gab sich als Fernsehtechniker aus. Die 81-Jährige ließ den Unbekannten in ihre Wohnung. Kurz darauf stellte sie den Diebstahl ihrer Handtasche fest.

Der "falsche" Techniker konnte wie folgt beschrieben werden: Circa 40 Jahre alt, circa 185 cm groß, schlank und bekleidet mit einer roten Regenjacke. Die Polizei hat ihre Ermittlungen eingeleitet. Sachdienliche Hinweise bitte an die 110 oder die Polizei in Hilden, Telefon 02103/898-6410.

Tipps der Polizei

Die Polizei warnt kreisweit insbesondere ältere Mitbürger davor, unbekannte Personen unkontrolliert in die eigenen vier Wände einzulassen. Schauspielerisch begabte Diebe und Betrüger an der Haus- oder Wohnungstür verwenden im Grunde nur ganz wenige Tricks, zu denen sie sich aber immer neue Varianten einfallen lassen: Sie bitten um Hilfe oder eine Gefälligkeit, täuschen Amtspersonen- und Handwerkereigenschaft vor oder behaupten ganz einfach, die Bewohner zu kennen.

Dabei verfolgen diese Diebe und Betrüger immer nur ein Ziel: Die Bewohner sollen die Tür öffnen, damit die Täter in ihre Wohnung gelangen. Die Polizei appelliert: "Lassen Sie es nicht so weit kommen! In Ihren vier Wänden sind Sie mit dem oder der Fremden allein - und Sie können dabei Ihre Augen nicht überall haben. Dies gilt besonders im Hinblick darauf, dass solche Täter oft auch nicht alleine in Ihre Wohnung
kommen!"

"Einige Täter lügen Ihnen vor, Ihre Wohnung in amtlicher Eigenschaft oder mit behördlicher Befugnis aufsuchen zu müssen", warnt die Polizei weiter. Dabei treten Trickbetrüger und -diebe zum Beispiel in folgenden Rollen auf: Polizei- bzw. Kriminalbeamte oder Gerichtsvollzieher; Mitarbeiter der Elektrizitäts-, Gas- oder Wasserwerke; Handwerker; Heizkostenableser oder sonstige Beauftragte der Hausverwaltung; Mitarbeiter der Kirche, des Sozialamtes oder von anderen sozialen
Stellen; Berater der Krankenkasse oder der Rentenversicherung; Postzusteller oder Monteure einer Telefongesellschaft.

Die Polizei rät: "Vergewissern Sie sich vor dem Öffnen Ihrer Wohnungstüre, wer zu Ihnen will: Schauen Sie durch den Türspion oder aus dem Fenster, benutzen Sie die Türsprechanlage. Öffnen Sie Ihre Tür immer nur mit vorgelegter Türsperre (zum Beispiel Kastenschloss mit Sperrbügel). Lassen Sie niemals Fremde in Ihre Wohnung. Verlangen Sie einen Ausweis! Klären Sie durch ein Telefonat mit der angeblich
entsendenden Dienststelle oder mit dem vermeintlichen Auftraggeber die Richtigkeit des Besuches."
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