Wilhelm-Fabry-Realschule: Zum Schluss ein großes Wiedersehen

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Organisieren ein großes Abschiedsfest für das kommende Jahr: Clemens Urbschat (im Fabry-Kostüm), Dietmar Jendreyzik,Bernd Meier und Claudia Leßelich (v.l.). (Foto: Michael de Clerque)
Weißt Du noch wie es war? Wie war das damals in unserer Klasse? Wer war denn dein Lieblingslehrer? Viele Erinnerungen wurden wach beim Ehemaligen-Treffen der Schülerinnen und Schüler der Wilhelm-Fabry-Realschule in Hilden. Das traditionelle Treffen, zu dem Ehemalige von Nah und Fern angereist waren, fand am vergangenen Samstag, 9. April, bereits zum 16. Mal statt.

Die Ehemaligen teilen in einer Pressemitteilung weiter mit: "Die vielen Erinnerungen an die eigene Schulzeit waren bei einem Blick in die Zukunft jedoch mit Wehmut vermischt. Denn im kommenden Jahr steht auch das Ende der am 19. April 1955 eröffneten städtischen Realschule bevor und damit auch der Verlust der Namensgebung "Wilhelm Fabry". An die Stelle der Wilhelm-Fabry-Realschule tritt nach einem Beschluss des Stadtrates aus dem Jahr 2012 die Städtische Sekundarschule mit Ganztags-Unterricht.

Doch so sang- und klanglos soll der Name "Wilhelm-Fabry-Realschule" im kommenden Jahr nicht aus dem Gedächtnis verschwinden. Eine Projektgruppe ehemaliger Fabryaner hat sich gebildet und möchte mit einem Abschiedsfest an die Geschichte ihrer Schule erinnern. Eine Geschichte, die am 19. April 1955 begann: An diesem Tag wurde die städtische Schule als "Städt. Knaben-Realschule" mit 80 Jungen im Gebäude Gerresheimerstraße 74 eröffnet. Die Schule verteilte sich auf zwei Häuser des ehemaligen evangelischen Lyzeums, genutzt wurde auch der Keller der Grundschule Augustastraße mit dem Physik- und Chemieraum.

Fünf Jahre später - 1960 - bekam die Schule ihren Namen "Wilhelm-Fabry-Realschule" zur Erinnerung an den berühmten mittelalterlichen Wundarzt Guilhelmus Fabricius Hildanus, der am 25. Mai 1560 in Hilden geboren wurde. 1963 übersiedelte die Realschule in das neue Schulzentrum Am Holterhöfchen; 1974 erfolgte die Koedukation - erstmals wurden auch Mädchen in die Schule aufgenommen.

Vom Start an im Jahr 1955 wurde die "Wilhelm-Fabry-Realschule" als zweizügige Schule geführt - so groß war der Andrang von Schülern und später auch Schülerinnen auf dieses Bildungsangebot in Hilden. Schülerinnen und Schüler kamen nicht allein aus Hilden selbst, sondern auch als so genannte "Fahrschüler" aus den benachbarten Orten wie etwa Ohligs, Richrath, Benrath, Unterbach oder selbst Gerresheim. "Mit der städtischen Realschule in Hilden gab es 1955 zum ersten Mal von Seiten der Stadt ein neues, zusätzliches Bildungsangebot", erinnert sich Dietmar Jendreyzik, Entlass-Schüler des Jahrganges 1962. Denn bis dahin gab es in Hilden nur die Katholische Mädchenrealschule (Theresienschule) und das städtische Helmholtz-Gymnasium. Außerdem war es damals nicht üblich, dass Arbeiterkinder ein Gymnasium besuchten. Am 19. April 1955 wurden auch das evangelische Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium und die evangelische Wilhelmine-Fliedner-Realschule eröffnet, so dass ein umfassendes Bildungsangebot auf etliche Jahre hinaus bestand.

An alle diese Zeiten wollen ehemalige Fabryaner in Zusammenarbeit mit Schule und der Stadt bei einem Abschiedsfest am Samstag, 10. Juni 2017, erinnern. Zu den vielen Hundert zählenden Ehemaligen gehören auch bekannte politische Prominente wie etwa die ehemaligen Hildener Bürgermeister Günter Scheib und Horst Thiele sowie der amtierende Landrat des Kreises Mettmann Thomas Hendele."
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