20 zusätzliche Spielmobileinsätze durch Bundesmittel

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Zwangloses Kennenlernen: Einsätze des Hildener Spielmobils wurden in den vergangenen Monaten teilweise aus Bundesmitteln finanziert. (Foto: Symbolfoto: Michael de Clerque/WA-Archiv)

Die Stadt Hilden hat als eine der ersten Kommunen an der deutschlandweiten Aktion „Willkommenskultur durch Spiel – Spielmobile an Flüchtlingsunterkünften“ teilgenommen. 20 zusätzliche Einsätze ist das Hildener Spielmobil von Mai bis November gefahren, 15 davon unter der Woche.

Der vorerst letzte Termin war Anfang Dezember. „Zeit für einen kleinen Rückblick“, findet Mike Dörflinger von der städtischen Jugendförderung und ist bereits mitten in der Planung für 2017.

Highlight Hüpfburg

Finanziert hat die Extrafahrten des Spielmobils das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Ziel war es, für Flüchtlingskinder regelmäßige Angebote an einem Ort zu schaffen und so Nachhaltigkeit zu erreichen. „Es haben zahlreiche Spiel- und Bastelaktionen stattgefunden“, berichtet Mike Dörflinger. „Außerdem standen Badminton und Fußball auf dem Programm.“ Das Highlight sei wie immer die Hüpfburg gewesen.

Jeder ist willkommen

Durchschnittlich fast 50 Kinder haben an den Veranstaltungen teilgenommen. „Anfangs waren sie noch zurückhaltend, aber nach den ersten Spielmobil-Besuchen haben die Kinder immer wieder gefragt, wann es denn endlich wieder so weit sei“, berichtet Julia Vogt vom Amt für Soziales und Integration. „Zuletzt sind sie regelrecht losgestürmt, sobald das Spielmobil nur in Sichtweite kam.“ Auch die Erwachsenen haben sich das eine oder andere Mal dazugesellt und mit ihren Kindern, aber auch miteinander gespielt. „Beim Spielmobil ist jeder willkommen, egal ob Groß oder Klein“, unterstreicht Mike Dörflinger.

Konzentrierte Aufmerksamkeit

Auch Flüchtlingsbeauftragte Michaela Neisser ist begeistert von der Zusammenarbeit: „Das Team vom Spielmobil hat den Alltag der Kinder ein wenig aufgehellt, vor allem in der Ferienzeit, als weder Schule noch Kita Abwechslung boten.“ Die Kinder hatten aber nicht nur Freude am Spiel, sondern haben auch „eine enorme Entwicklung erfahren“, erklärt Sozialarbeiterin Kim von Oepen. „Das betrifft sowohl den Umgang miteinander als auch die Achtsamkeit mit Spielgeräten und der Umwelt.“ Michaela Neisser ergänzt: „Nicht zuletzt bekommen die Kinder vier Stunden konzentriert Aufmerksamkeit, das ist für viele das größte Geschenk.“

Bewerbung um Fördermittel für 2017

2017 soll die Reihe „Willkommenskultur durch Spiel – Spielmobile an Flüchtlingsunterkünften“ in Hilden fortgesetzt werden, so zumindest der Wunsch von Jugendförderung und Sozialamt. Ideen gibt es bereits: „Nach der Unterkunft im Hildener Westen wäre es toll, wenn das Spielmobil 2017 an den beiden Übergangsheimen am Schalbruch und am Breddert für mehrere Einsätze Halt macht,“ wünscht sich die Flüchtlingsbeauftrage. „Im Idealfall lernen sich dabei Kinder aus geflüchteten und nicht geflüchteten Familien schnell und zwanglos kennen.“ Die Bewerbung für die Bundesmittel ist bereits auf dem Weg.

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