Hildorado gestern evakuiert

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Die Stadtwerke Hilden bedauern den Vorfall sehr. (Foto: Michael de Clerque/WA-Archiv)
Hilden: Hildorado |

Am gestrigen Sonntagnachmittag, etwa 16.45 Uhr, kam es im Sport- und Freizeitbad Hildorado zu einem Unfall mit Chlorgasdämpfen. Die Stadtwerke Hilden teilen weiter mit: "Zu diesem Zeitpunkt waren etwa 500 Badegäste im Hildorado. Die Mitarbeiter des Hildorado leiteten die Evakuierung ein und alarmierten die Feuerwehr.

Unfall mit Chlorgasdämpfen glimpflich ausgegangen

Bei Reinigungsarbeiten im Technikkeller kam es zu einer chemischen Reaktion. Sofort wurden Gegenmaßnahmen eingeleitet und die Chemikalie neutralisiert. Trotzdem gelangten Chlorgasdämpfe in die darüber liegende Badelandschaft, wo Gäste über Atembeschwerden klagten. Sie wurden von den Hildorado-Angestellten sofort bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte der Feuerwehr betreut.

Die Evakuierung verlief ruhig und geordnet. Insgesamt wurden 60 Personen ärztlich betreut. Neun Personen wurden zur Untersuchung in umliegende Krankenhäuser gebracht. Die Stadtwerke Hilden als Betreiber des Schwimmbades bedauern den Vorfall sehr.

Nach Überprüfung des Technikkellers des Hildorado wurde das Schwimmbad wieder freigegeben, sodass sich die Gäste duschen und anziehen konnten, bevor sie das Bad verließen." Am heutigen Montag ist das Hildorado wie gewohnt geöffnet.

Mitteilung der Hildener Feuerwehr

Die Feuerwehr Hilden verfasste die nachfolgende Pressemitteilung: "Am heutigen Nachmittag kam es im Hildorado zu einer chemischen Reaktion, bei der ein Gefahrstoff freigesetzt wurde. Die Feuerwehr wurde um 16.46 Uhr alarmiert und fand beim Eintreffen 15 Personen mit Beschwerden vor. Sofort wurde das Hildorado geräumt und ein Trupp zur Erkundung in den Keller geschickt. Zeitgleich wurde Vollalarm für die Feuerwehr Hilden und Massenanfall von Verletzten (MANV) ausgelöst, da nicht abzusehen war wie viele Betroffene es gibt. Zum Zeitpunkt des Vorfalls waren ca. 500 Personen im Bad. Durch den Rettungsdienst wurden 60 betroffene Personen gesichtet. Zwei Erwachsene und sieben Kinder wurden vorsorglich in umliegende Krankenhäuser transportiert. Hauptsächlich handelt es sich um eine Rettungsdienst- mit Betreuungslage, da viele Kinder und Jugendliche sich ohne elterliche Begleitung im Bad aufhielten. Ursprung des Vorfalls war, dass bei Reinigungsarbeiten versehentlich Stoffe zusammen geführt wurden, bei denen es zu einer Chemischen Reaktion kam. Die dadurch entstandenen Dämpfe haben sich durch die Lüftungsanlage im Bad verbreitet. Die Feuerwehr war mit 54 Fahrzeugen sowie 153 Einsatzkräften vor Ort. Dies war nötig, da am Anfang des Einsatzes nicht klar war, welche Ausmaße dieser hat. "

Mitteilung der Polizei

Die Polizei teilt ergänzend darüber hinaus folgendes mit: "Die Polizei unterstützte den Feuerwehreinsatz mit eigenen und Unterstützungskräften aus umliegenden Behörden mit insgesamt 30 Beamten. Um den ungehinderten Einsatz der Feuerwehr zu ermöglichen und die Rettungs- und Einsatzwege freizuhalten, wurde eine weiträumige Absperrung rund um das Hildorado eingerichtet. Der Verkehr wurde ab- und umgeleitet. Die polizeilichen Einsatzmaßnahmen endeten gegen 20:35 Uhr. Es wurde ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet."
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