Brot für die Welt - Für Aktion 5000 Brote kneten Schüler bei Bäcker Muhr

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Kekse, ab und zu eine Kuchenmischung, viel mehr Backerfahrung brachten die Schüler der Klasse 8d des Geschwister-Scholl-Gymnasiums nicht mit, als sie bei Bäckermeister Muhr im Rahmen der 5000-Brote-Aktion der Hilfsorganisation Brot für die Welt mit dem Ansetzen des Teigs begannen. Foto: Reimet
Kekse, ab und zu eine Kuchenmischung, viel mehr Backerfahrung brachten die Schüler der Klasse 8d des Geschwister-Scholl-Gymnasiums nicht mit, als sie bei Bäckermeister Muhr im Rahmen der 5000-Brote-Aktion der Hilfsorganisation Brot für die Welt mit dem Ansetzen des Teigs begannen.

Die Backstube war Ziel eines Weges, den sich die Inklusionsklasse gemeinsam mit Schulpfarrerin Carola Dietrich erarbeitet hatte. „Brot als Symbol für Ernährung, was braucht der Mensch, das haben wir thematisiert“, so die Pfarrerin. Die Geschichte um die Speisung der 5000 durch Jesus (Lukas 9,10-17) setzten sie als Rollenspiel um, schauten auf menschliche Schicksale in Armutsschwerpunkten wie Ghana, Kolumbien und Bangladesh. Und sie gingen einen Schritt weiter, als sie von dem Aufruf der Ev. Landeskirche erfuhren. In Kooperation mit dem Deutschen Bäckerhandwerk sollen möglichst viele Brote selbst gebacken und für einen guten Zweck verkauft werden. Für Bildungsprojekte benachteiligter Kinder der Organisation „Brot für die Welt“ in diesen Ländern ist der Erlös bestimmt.
„Selbst erfahren, wie es ist, das tägliche Brot zu backen.“ Eigentlich backt die Pfarrerin mit Konfi-Kindern Brot für die Welt. Gemeinsam mit Sonderpädagogin Ines Harre, zuständig für den Bereich Inklusion, beschloss sie, alle Schüler an die Praxis heranzuführen. Die schmeckte in Muhr´s Backstube zunächst nicht allen. „Der Teig so klebrig, das frühe Aufstehen, ne, nichts für mich“, stand für viele rasch fest. Und packten natürlich trotzdem kräftig an und kneteten den Teig für die Weizen-Roggenmischbrote. Buttermilch lockert das Brot auf.
Mit Kindern und Schülern arbeitet der Traditionsbäcker seit vielen Jahren regelmäßig. Er bietet derzeit zwei Lehrlingen einen Ausbildungsplatz. Martin Muhr hat seine eigene Meinung zur Wertigkeit des Brotes in unserer Gesellschaft heute. „Wenn nur günstig gekauft wird bleibt handwerklich hergestelltes Brot auf der Strecke.“ Die Wertschätzung für Brot als Symbol bleibe auf der Strecke. Muhr stellte Zutaten und Backstube kostenfrei zur Verfügung, beantwortete gerne Fragen rund um sein Handwerk. Und mancher Schüler fragte sich anschließend, welcher Lebensmittel-Discounter das wohl machen würde.
Aber die Schüler lernten erst Mal die Arbeit kennen, die in einem Brot steckt, das ohne industrielle Zusatzstoffe auskommt und bis zu drei Geh-Stufen benötigt. Von der exakten Dosierung der Zutaten bis zum festen Zupacken beim Kneten.
Die ofenwarmen Brote in Händen zu halten war schließlich etwas ganz Besonderes für die Schüler, die sich auch um den Verkauf kümmerten. Vorbestellungen wurden gesammelt, im Lehrerzimmer Brote angeboten. Carola Dietrich: “Der Rest wird in Vereinen, Konfigruppen und Familienkreis angeboten.“
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