"Auf Schnade" die Ortsgrenzen kontrolliert

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25 Bürger kontrollierten die Ortsgrenzen. (Foto: privat)

Massens Ortsvorsteher und Kreisheimatpfleger Dr. Peter Kracht hatte alle interessierten Bürgerinnen und Bürger eingeladen – und mehr als 25 kamen zum ersten Massener Schnadegang.

Schnadegänge haben eine lange Tradition in Westfalen: Jährlich oder alle zwei Jahre machte und macht sich die Bürgerschaft eines Ortes auf den Weg, um die Grenze zu den Nachbarn zu kontrollieren. Die sollen doch, so wird berichtet, heimlich und des Nachts die Grenzsteine zu ihren Gunsten versetzt haben…

Die Massener Schnadegänger prüften die alten Grenzen zu Afferde und Königsborn, die man heute im Gelände und auf aktuellen Karten nicht mehr findet. Interessant ist etwa der Verlauf der Autobahn A1: Die wichtige Nord-Süd-Verbindung tangiert sowohl Afferder wie auch Königsborner, Unnaer und Massener Gebiet.

Ablauf des Schnadengangs


Um 11 Uhr startete der Schnadezug bei „Bauer Brune“ am Reckerdingsweg. Mit dabei auch Massens Landtagsabgeordneter Hartmut Ganzke. An der Grenze zu Afferde wurden trotz emsiger Überprüfung keine „Unregelmäßigkeiten“ entdeckt. Dies wurde mit einem „Hertingpörter“ wohlwollend zur Kenntnis genommen.
Afferdes Ortsvorsteher Hans-Jürgen Scheideler konnte leider nicht an der Schnade teilnehmen, hatte aber im Vorhinein Massens Gesandtschaft einen Passierschein ausgestellt. An der Grenze von Afferde zu Königsborn erwartete Andrea Flessenkämper, Scheidelers designierte Amtsnachfolgerin, die Massener Schnade. Auch hier gab es einen kleinen Stärkungstropfen, ehe es nach Königsborn hinein ging.

Königsborns Ortsvorsteher Wolfang Ahlers hatte derweil bereits kräftig vorgeglüht, sodass die Massener Schnadegänger rasch nach einer leckeren Bratwurst wieder zu Kräften kamen und natürlich auch ein frisches Getränk erhielten. So bleiben die Massener noch ein gutes Stündchen zu Gast in Königsborn, ehe sie sich wieder auf den Rückweg machten. Ortsvorsteher Dr. Kracht freute sich über den großen Zuspruch und das gute Gelingen und denkt schon an die Zukunft: Auch im nächsten Jahr wollen sich die Massener wieder auf den Weg machen. Die Grenze zu Methler müsste auch mal wieder kontrolliert werden…
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