"Ja" zu Wohnhäusern - Aber Emscherkaserne ist noch kein Bauland

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Das Scheitern des Bürgerentscheids, zu dem 14.398 Bürger aufgerufen waren, bedeutet grünes Licht für die Planung. Der Erfolg der „Neuen Caroline“ gibt dem Projekt Rückenwind.
„Soll der Beschluss zur Aufstellung eines Bebauungsplanes für den Bereich der Emscherkaserne aufgehoben werden?"


Bislang eine „Sonderbaufläche“ wird die Emscherkaserne aber vom Bund bereits als „Fläche mit Potenzial zur Wohnbaunutzug“ angeboten. Seit nunmehr zwölf Jahren liegt die Fläche der Emscherkaserne brach. Knapp 90 Tsd. Quadratmeter möchten CDU und SPD zur Wohnbebauung nutzen. Das Scheitern des Bürgerentscheids, zu dem 14.398 Bürger aufgerufen waren, bedeutet grünes Licht für die Planung. Der Erfolg der „Neuen Caroline“ gibt dem Projekt Rückenwind.



Ein Beigeschmack wird nach dem Ergebnis der zweiwöchigen Abstimmung im September bleiben. Denn die kleinen Parteien mobilisierten rund 1000 Bürger mehr als die Befürworter. Dem Reglement folgend fehlten aber 471 Stimmen für einen Anteil von 20% aller Holzwickeder. Entsprechend zerknirscht sind die Bürgerblock, Gründe und F.D.P. Bis heute. Der Verein „Mehr Demokratie“ bezeichnet die Abstimmung als „Billig-Bürgerentscheid“, den 2000 Holzwickeder im Frühjahr angeregt hatten. Nur ein Wahllokal, das sei im Nachhinein zu wenig gewesen, ist Friedrich Klemp von den Grünen überzeugt. Die angestrebte Renaturierung des Geländes ist damit wohl vom Tisch. Verdichtung im Bestand und Baulückenschließung waren die Ziele der Interessenvertreter rund um den Bürgerblock. Neubauland ist die Ex-Kaserne aber längst nicht. Bis eine endgültige Fassung des B-Planes steht, können Jahre ins Land gehen. Etwa die Hälfte der ca. 9 Hektar sollen mit eingeschossigen Reihenhäusern bebaut werden. Grün- und Wasserflächen sollen rund 40 Prozent einnehmen. Die Verkehrsanbindung soll, nach den Vorstellungen der Gemeinde von Schäferkampstraße und Sölder Straße erfolgen. Mit etwa 500 Neubürgern rechnet die Verwaltung. Was der Emschergeminde angesichts leicht rückläufiger Einwohnerzahlen und Problemen in der Einzelhandesstruktur sehr gelegen käme.
Durch seine ursprüngliche Nutzung als Quartier für Soldaten ist die Fläche grob technisch erschlossen, was die Kosten für Interessenten stark mindern könnte.
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