Unna – Stadt gegen Rassismus

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In der Festveranstaltung zur Verleihung des Zertifikats Unna gegen Rassismus trat u.a. der Musical-Chor SOR-SMC der Peter-Weiss-Gesamtschule mit einem Ausschnitt aus der "Rocky-Horror-Picture-Show" auf. Gesungen und getanzt wurde der "Time-Warp" .
 
Bild Gruppe: vorne erste Reihe: David Koch (HRS), Justin Frederik Gentzer (Geschwister-Scholl G.), Sevgi Kahraman-Brust ( Kommunales Integrationszentrum Kreis Unna), Amina Achour (PWG), Mark Medebach (SOR-SMC Bundeskoordination), zweite Reihe: Levin Weissenberg, Joshua Cabeza Arellano (PWG), Rita Weissenberg(ZIB Unna), Werner Kolter (Bürgermeister), Anabela Dias de Oliveira (Runder Tisch), Petra Freitag (IN VIA), Ksenija Sakelsek (Integrationsrat) , Ute Fischer (FH Dortmund), hintere Reihe: Klaus Koppenberg
Hellwegstadt ist eine unter neun Städten in Deutschland

„Nähe zu Schulen wichtig“

Von Sinem Erol , Dana Honold , Leonie Sobbe und Stefan Reimet

Rassismus und Diskriminierung in Unna keine Chance zu geben und dafür einzutreten setzten sich sechs Unnaer Schulen vor rund zwei Jahren als Ziel. Den Rat der Stadt überzeugten Sie mit einer Agenda und ihr Engagement würdigte das bundesweite Bündnis gegen Rassismus jetzt mit der Auszeichnung „Stadt ohne Rassismus- Stadt mit Courage“. Die Hellwegstadt bekundet damit ihren Willen, Aktionen für ein demokratisches Miteinander auch finanziell zu unterstützen.


Die Kreisstadt ist damit die dritte in Nordrhein-Westfalen, die den Titel führen darf. Anerkennung für das deutliche Zeichen gegen Rassismus gab es von der Bundeskoordination „Schule ohne Rassimus“ bei einer Feierstunde im zib. Referent Mark Medebach betonte vor Vertretern der beteiligten Schulen-gegen-Rassismus und sozialer Integrationseinrichtungen den Stellenwert von Zivilcourage vor dem Hintergrund gewalttätiger Übergriffe auf Migranten. Er legte den Akteuren ans Herz, bei der Unterbringung von Familien auf die Nähe zu Bildungseinrichtungen zu achten. „Neuzuwanderer brauchen unmittelbare Nähe zu Schulen und sozialen Einrichtungen.“ André Decker, Regisseur des Theater Narrenschiff, rückte „gelebte Courage“ in den Mittelpunkt. Als Pate der Aktion begleitete er die Entwicklung der Antidiskriminierungs-Agenda, die einstimmig vom Rat beschlossen wurde. In dieser steht das Engagement gegen Diskriminierung wegen ethnischer Herkunft, religiöser Weltaanschauung aber auch geistiger oder körperlicher Beeinträchtigungen im Mittelpunkt.

Um den Titel dauerhaft tragen zu dürfen, soll die Agenda mit Aktionen gefüllt werden. Jährlich wird daher eine Schule gegen Rassismus-Schule mit Courage einen Tagesordnungspunkt zu dem Thema gestalten. Und in Unna findet jedes Jahr mindestens ein stadtweiter Aktionstag in Kooperation mit demokratischen Initiativen statt. Wie vielfältig Internationalität auch schmecken kann bewies etwa die Schule mit Courage- Hellweg-Realschule, die ein multikulturelles Buffet mit Kanapees vorbereitet hatte. „Es fand so großen Anklang, dass wir die Reste sogar noch auf dem Weihnachtsmarkt verteilen konnten“, erklärte HRS-Schülerin Sinem Erol danach. Das Catering wurde Oberstufenschülern der Schul-AG „Nationen unserer Stadt“ organisiert. Ziel des Projektes ist das Kennenlernen anderer Nationen der Hellwegstadt. Als praktischen Beitrag zum Projekt Schule gegen Rasissmus besuchten die Teilnehmer etwa die Jüd. Synagoge in Massen sowie die Moschee des Türkisch Islamischen Kulturvereins in Unna. Zum Schuljahresende soll ein Gesamt-Projekttag den Blick auf Leben und Kultur verschiedener Nationen richten. Mit der Aktion „Bettlaken gegen den Rassismus“, die in Massen auf dem Marktplatz gezeigt wurden und der Hilfs-Aktion „Schuhkarton“, bei der bedürftigen Flüchtlingen Spielzeug, Kleidung und Bücher zukamen, fand die Hellweg-Realschule auch das Interesse des WDR-Lokalfernsehens. Gitarrenmusik und Szenen des Musical-Chor der Peter-Weiss-Gesamtschule umrahmten die Verleihung musikalisch.
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