Japanischen Staudenknöterich erschwert die Nutzung des Radwegs an der B1 in Holzwickede

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Japanischen Staudenknöterich erschwert die Nutzung des Radwegs an der B1 in Holzwickede. (Foto: Hessel)
Holzwickede: B1 |

Für Radfahrer ist die Nutzung des Radwegs an der Chaussee Holzwickede (B1) zweitweise nicht mehr möglich. Der Japanischen Staudenknöterich wuchert bis auf den Radweg hinaus, stellt Naturliebhaber Werner Hessel aus Holzwickede fest.


Der Japanische Staudenknöterich (Fallopia japonica) ist ein eingeschleppter Neophyt (pflanzlicher Neubürger) und breitet sich seit vielen Jahren auch in Holzwickede zum Teil sehr invasiv aus. Er erreicht in wenigen Wochen schnell eine Höhe von über 2 Meter. Dabei werden heimische Pflanzen nicht nur unterdrückt, sondern auch komplett verdrängt.Selbst eine starkwurzelnde Pflanze, wie die Brennnessel wird vom Jap. Staudenknöterich komplett verdrängt, sodass der gesamte Bestand ausstirbt.

"Deshalb sind Neophyten, besonders der Japanische Staudenknöterich, eine große Gefahr für die noch bestehende Artenvielfalt. Besonders für das Gemeindegebiet von Holzwickede und Stadtgebiet Unna, da immer mehr Grünflächen als Bauland und versiegelten Flächen (Parkplätze, Straßen etc.) ausgewiesen werden, haben heimische Pflanzen durch die zusätzliche Invasion der Neophyten immer weniger Platz", so Hessel.

Auch entlang des Ruhrufers (besonders der Mühlengraben) beobachtete Hessel, wie sich diese Pflanze rasant ausbreitet. Der Japanische Staudenknöterich wird von unserer heimischen Fauna nicht als Nahrungsquelle angenommen. Weder Schmetterlingsraupen, blattfressende Käfer, noch saugende Insekten (Blattläuse etc.) oder andere Tiere ernähren sich von den Pflanzenteilen.

Während man zum Beispiel an Brennnesseln überall sichtbar und in großer Anzahl Fraßstellen finden kann, muss man diese am Japanischen Staudenknöterichs suchen. Die Laubblätter sind stets im tadellosen Zustand, woraus Hessel das Fazit zieht, dass heimische Insekten diesen Neukömmling als Nahrungspflanze meiden.

Diese Pflanzen müssten eigentlich umgehend entfernt und vernichtet (verbrannt) werden. Auf dem Kompost gehören sie nicht, erklärt Hessel, "da kleinste Wurzelreste zum erneuten Austrieb ausreichen". Hat der Japanische Staudenknöterich erst Fuß gefasst, ist die Beseitigung sehr schwierig, bzw. unmöglich.

Für die Chaussee schlägt Hessel einen regelmäßigen Schnitt vor, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Eine Beseitigung durch Ausbringung von Herbizide (Unkrautvernichtungsmittel) oder durch Abflämmen hält der Holzwickeder nicht für sinnvoll. Abschließend führt Hessel an, dass "für die komplette Beseitigung des Neophyts auch seitens des Bauhofes, aber auch dem Kreis und selbst der Biologischen Station Personal fehlt".
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