Der Trödeltrupp backstage

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  Oder auch: Meine 2 Tage mit Sükrü, Mauro und Otto

Am Montag lief sie nun endlich, die Trödeltrupp spezial Sendung, die in Hünxe (Drevenack) gedreht wurde. Grund genug, meine 2 Helfertage vor Ort nochmal Revue passieren zu lassen.

Als ich im Lokalkompass den Aufruf gelesen habe, dass für eine Aufzeichnung der Sendung „Der Trödeltrupp“ in Hünxe Helfer gesucht werden, war für mich schnell klar, da bist du dabei. Neben der guten Sache vor Ort helfen zu können, war es natürlich eine einmalige Gelegenheit, die drei Trödelprofis Mauro, Otto und Sükrü persönlich kennenzulernen.

Nach einem Telefonat mit der Produktionsfirma meldete ich mich direkt für beide Helfertage, auch wenn ich dafür Urlaub nehmen musste. Wenn schon, dann richtig und nicht nur für 2 Stunden mal „Hallo sagen“. Auch der Hinweis, dass vor Ort sehr viel Arbeit auf einem wartet, konnte mich davon nicht mehr abhalten.

Freitags Morgen ging es dann bei strahlendem Sonnenschein los. Am vereinbarten Treffpunkt warteten bereits die ersten Helfer und auch ein Mitarbeiter der Produktionsfirma, bei dem man dann auch gleich die Vereinbarung „Recht am eigenen Bild“ unterschreiben musste. Ohne Vereinbarung, kein Einsatz. Aber kein Problem, hatte man bereits im Vorfeld erwähnt.

Allerdings ging es dann nicht sofort los, da es am Einsatzort zu ersten Verzögerungen kam. Verzögerungen in Form von „Der Rasen muss noch gemäht werden“. Also hieß es warten. Die Wartezeit verbrachte man mit dem Bestaunen der Container, die nach und nach angeliefert wurden. Da wurde wahrscheinlich auch dem Letzten klar, dass hier wirklich viel Arbeit auf einen wartet. Zu diesem Zeitpunkt machte sich unter den Helfern aber auch erster Unmut breit „Wusste man das nicht vorher mit dem Rasen?“ „Man kann doch sicher trotzdem schon was machen“ „Verschenkte Zeit“ so in etwas lauteten die Kommentare. Der erste Helfer hatte sich mittlerweile schon wieder verabschiedet.

Nach gut einer Stunde ging es dann endlich los. Der Einmarsch der Gladiatoren ähm Helfer wurde gedreht. Natürlich mehrmals, bis Alles richtig im Kasten war. Kein Problem, machte ja auch Spaß. Dann kam es zur Einteilung für die verschiedenen Baustellen auf dem Grundstück. Mein Einsatzort, die Doppelgarage zusammen mit Trödelprofi Otto. Als die Garage dann geöffnet wurde, der erste Schock. So etwas hatte ich noch nie live gesehen. Unfassbar wie viel Zeugs da drin war. Meinen Gesichtsausdruck hätte ich gerne gesehen. An meinen Gedanken kann ich mich noch erinnern. Das berühmte „S-Wort“ war dabei. Egal, anpacken war angesagt. Metallschrott in den einen Container, den Müll in einen der anderen. Bei der Größe des Grundstücks durchaus eine Herausforderung, da hier unnötige Wege bestritten werden mussten, um den entsprechenden Container zu erreichen. Man fragte sich da schon, hätte man die Stellplätze nicht besser planen können? Effektiveres Arbeiten wäre ohne Probleme möglich gewesen.

Während die Helfer dann ihre Mittagspause vor Ort bei Cola und Pizza verbrachten, fuhr das Produktionsteam ins Restaurant. Schade, ein gemeinsames Mittagessen wäre schon schön gewesen. Da hätten sich die „Stars“ jetzt auch keinen bei abgebrochen. Aber egal, die Stimmung unter den Helfern war trotzdem sehr gut.

Zum Feierabend musste dann schnell der Metallcontainer voll werden. Hinweise/Fragen wie „Die Garage ist doch noch nicht leer“ „Kommt noch ein neuer Container?“ wurden verneint. Der Schrottplatz musste am ersten Tag abgedreht sein. Was mit dem Rest ist, war egal. Kann sich einer abholen. Auch hier wurden die Helfer wieder selber aktiv und versuchten Jemanden zu finden, der den restlichen Metallschrott abholt, das Fernsehteam interessierte das nicht mehr.

Bevor es dann in den wohlverdienten Feierabend ging, riskierte ich noch einen Blick in das Wohnhaus. Ich glaube mein erster Gedanke war, „gut dass du den ganzen Tag an der frischen Luft an der Garage verbracht hast.“ Unbeschreiblich wie es dort noch aussah, obwohl die dort eingesetzten Helfer den ganzen Tag gewirbelt hatten.

Am zweiten Tag war mein Einsatzort dann genau dieses Wohnhaus. Man wusste überhaupt nicht, wo man anfangen bzw weitermachen sollte. Eine Planung fehlte da völlig und man musste sich abermals selber organisieren. Das planlose Aufstellen der Container war auch hier wieder das große Thema. Anstatt zweckmäßig direkt unter die Fenster bzw Balkon gestellt, hatte man den Weg durch das vollgestellte Haus und Garten vor sich. Wiedermal sinnlos die Zeit verschenkt. Die Mittagspause erlebten wir dann wie gehabt am Vortag und auch der Nachmittag war durch die Schlepperei schnell rum. Draußen nahm zu dieser Zeit der geplante Hausflohmarkt für den nächsten Tag so langsam seine Gestalt an. Am späten Nachmittag ging es dann völlig erledigt nach Hause. Selten hatte ich mich so auf eine ausgiebige Dusche gefreut.

Mein Fazit nach 2 Tagen: Tolle Menschen kennengelernt, die zusammen viel erreicht haben und sich nie wirklich entmutigen ließen. Die Profitrödler erwiesen sich als die netten Menschen, wie man sie vom TV kennt. Sie hatten immer mal wieder Zeit für ein Foto und standen gerne Rede und Antwort. Aber auch Ihnen sind letztlich die Hände gebunden, was den Ablauf und das Budget der Sendung betrifft. Das bestimmen Andere. Ich würde es auch wieder machen, auch wenn das Ganze irgendwie noch einen faden Beigeschmack hat. Die Baustelle war halt noch nicht fertig, obwohl sie abgedreht ist. Wie geht es Familie von der Ruhr heute? Das Haus endgültig leer geräumt? Wie geht es weiter mit dem Haus? Verkauf? Renovierung? Wäre schon interessant mal so einen „3 Monate später Bericht“ zu sehen.

Am Ende bleiben allen Helfern gefühlte 17 Sekunden Ruhm in der ausgestrahlten Folge. Danke, dass Ihr dabei gewesen seid!
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5 Kommentare
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Nicole Deucker aus Oberhausen | 07.11.2013 | 21:16  
Dirk Bohlen aus Wesel | 08.11.2013 | 10:04  
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Michael Gertzen aus Wesel | 08.11.2013 | 10:22  
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Wolfgang Schroeder aus Iserlohn-Letmathe | 08.11.2013 | 11:46  
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Carmen Schuff aus Hamminkeln | 10.11.2013 | 22:26  
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