Jusos im Kreis Wesel fordern legale Einreise für Flüchtlinge

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Vor dem Hintergrund der andauernden Flüchtlingskatastrophe auf dem Mittelmeer, fordern die Jusos im Kreis Wesel ein entschiedenes Handeln durch die EU und die Bundesregierung. Der zuletzt bekannt gewordene Untergang eines Flüchtlingsbootes mit geschätzten 800 Toten sei ein weiteres Mahnmal der bisherigen Flüchtlingspolitik. Die EU schotte sich ab und ermögliche Flüchtlingen nur die illegale und oft lebensgefährliche Einreise.

Schlepperbekämpfung geht am Problem vorbei


„Wir lehnen die bisherige Flüchtlingspolitik der EU ab. Die legale Einreise für Flüchtlinge muss endlich ermöglicht werden, damit die hilfesuchenden Menschen nicht mehr ihr Leben aufs Spiel setzen müssen, um die Mauer um Europa zu überwinden. Außerdem ist es richtig, die Seenotrettung zu verstärken, um Menschenleben auf dem Mittelmeer zu retten.'', erklärt Benedikt Lechtenberg, Mitglied im Vorstand der Jusos.


Das von vielen Seiten geforderte Vorgehen gegen Schlepper, führe kolossal am Problem vorbei. Es sei falsch das Flüchtlingsthema auf kriminelle Organisationen zu reduzieren. Schlepperbanden seien nicht der Grund, weshalb die Menschen nach Europa fliehen. Neben innerstaatlichen Kriegen trägt aus Sicht der Jusos die „aggressive“ westliche Handelspolitik Schuld an den Fluchtursachen. Armut werde durch Zollhemmnisse und eine ausbeuterische kapitalistische Wirtschaftsweise provoziert. Kurzfristig ließen sich diese Ursachen jedoch nicht bekämpfen. Bis dahin sei es von überragender Wichtigkeit Leben zu retten und die Aufnahme von Flüchtlingen in Europa solidarisch zu organisieren.

Lob für Helferkreise


Das Flüchtlingsthema beschäftige außerdem die Menschen und Kommunen im Kreis Wesel. Die Kreisjusos loben den vielerorts tatkräftigen Einsatz von Verwaltungen und den Bürgerinnen und Bürgern. In vielen Städten und Gemeinden haben sich ehrenamtliche Helferkreise gebildet, die sich um Unterkunft, Kontakt und Integration bemühen. Für die Jungsozialistinnen und Jungsozialisten ist es wichtig auf die hilfebedürftigen Menschen zu zugehen. Das gegenseitige Kennenlernen bereichere beide Seiten.
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Benedikt Lechtenberg aus Hünxe | 29.04.2015 | 18:43  
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