Kanalbrücke Hünxe: Nicht reden, bauen!

Michael Helmich, CDU-Ratsmitglied der Gemeinde Hünxe, in dessen Wahlbezirk die Behelfsbrücke über den Wesel-Datteln-Kanal liegt, bezieht kritisch Stellung zu den jahrelangen Verzögerungen des Neubaus der Kanalbrücke..
Viele Bürger hätten sich in den vergangenen Jahren zu Recht kritisch geäußert und könnten sich den Verzug nicht erklären. Anwohner beklagten sich bei Michael Helmich über Lärmbelästigung durch den massiv beschränkten Schwerlastverkehr an der Behelfsbrücke „rund um die Uhr“.
Ein Gefühl der Ohnmacht und Resignation, gepaart mit Wut, habe sich breitgemacht und dem müsse nun endlich entgegengewirkt werden.
Für Michael Helmich ist „nicht nachvollziehbar“, warum der Neubau nicht schon längst realisiert worden ist. Jedes Jahr wären neue Begründungen aufgetischt worden. Erst hieß es, kein Geld, dann waren angeblich zu wenige Planer da und nun solle das „Gewusel an Versorgungseinrichtungen“ an den Verzögerungen schuld sein.
Für einen Verzug um ein, zwei Jahre hätte er Verständnis gehabt, aber nun sei sein Geduldsfaden gerissen. „Anstatt die Probleme immer wieder zu beschreiben, sollte die Projektplanerin Brigitte Koch diese besser als Herausforderung betrachten und mit ihrem Team lösen, denn an ihren Taten und nicht an ihren Worten, messen wir Hünxer sie“, sagt Helmich.
Es sei eine Blamage ersten Ranges, wenn in einer hochentwickelten Industrienation wie Deutschland nicht innerhalb von sieben Jahren solch eine Brücke gebaut werden könne.
Offensichtlich sei dem Landesbetrieb Straßenbau NRW wohl auch nicht bewusst, dass es sich hier um die „Lebensader“ handele, welche die Ortsteile Hünxe, Hünxe-Bruckhausen und Drevenack/Krudenburg miteinander verbinde. Denn „sonst sei dieser Brückenneubau bevorzugt bearbeitet und längst realisiert worden“, so Michael Helmich.
Da hier Hünxer Interessen massiv betroffen seien, ruft er Bürgermeister Buschmann dazu auf, seine Zurückhaltung aufzugeben, vorstellig zu werden, die Sachlage darzulegen und dafür zu sorgen, dass das Vorhaben endlich realisiert werde.
Wenn alle diesem Possenspiel weiter nur untätig zuschauten und nicht im Sinne der Bürger der Gemeinde Hünxe handelten, sei zu befürchten, dass weiter nichts passiere.
Gar nicht auszudenken sei, wenn auch die bis jetzt solide Behelfsbrücke einmal den Dienst versage und nicht mehr instand zu setzen sei.

Autor:

Adelheid Windszus aus Hünxe

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