Viele Stimmen gegen die geplanten Einsparungen des Jamaika-Bündnisses

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v.l.n.r.: Mario Walbrodt, Benedikt Lechtenbeg, Jan Scholte-Reh von den Jusos Hünxe.
Das „Jamaika“-Bündnis aus CDU, Grünen und FDP/VWG plant Kürzungen der sozialen und kulturellen Infrastruktur im Kreis Wesel. Dagegen haben die Jusos und die AsF Hünxe zwei Stände auf dem Hünxer Marktplatz organisiert und mit den Bürgern diskutiert. Weit über 130 Unterschriften gegen die geplante Sparpolitik konnten die Arbeitsgemeinschaften der SPD Hünxe dabei sammeln.

„Aus Hünxe geht ein klares Zeichen an das Jamaika-Bündnis im Kreistag, die geplanten Streichungen für soziale, karitative und kulturelle Leistungsträger nicht umzusetzen“, hält Juso-Vorsitzender Benedikt Lechtenberg fest. Durch den Wegfall der finanziellen Unterstützung durch den Kreis Wesel könnten viele Einrichtungen der sozialen Daseinsvorsorge nur vermindert ihre Aufgaben erfüllen. Einige von ihnen, zum Beispiel die Schwangerschaftskonfliktberatung, erbringen außerdem gesetzlich vorgeschriebene Leistungen. Von den geplanten Einsparungen sind u.a. die Fachstelle „Frau und Beruf“ oder Frühe Hilfen gegen die Vernachlässigung von Kindern sowie im Kulturbereich das Dinslakener Theater Burghofbühne betroffen. Aus Sicht der Jungsozialisten und der sozialdemokratischen Frauen sei daher klar, dass hier wichtige Hilfen geboten werden, auf die Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen angewiesen sind.

Die SPD und ihre Arbeitsgemeinschaften werde auch weiterhin Druck auf das Jamaika-Bündnis ausüben. Mehrere SPD-Ortsvereine planen ähnliche Aktionen, darunter in Rheinberg, Kamp-Lintfort oder Neukirchen-Vluyn. „Die Teilhabe der Hünxer Bürger bleibt also kein Tropfen auf den heißen Stein“, erklärt Lechtenberg. Mit ihren Info-Ständen haben die Jusos und die AsF Hünxe an der kreisweiten Kampagne „Zukunft gibt’s nicht für lau“ der Jusos Kreis Wesel teilgenommen. Eine Online-Petition ist außerdem auf der Website der Kreisjusos zu finden. Im März entscheidet der Kreistag über die Kürzungen.
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