Super knapp zum EM-Titel

Anzeige
Setubal (Portugal): Bela Vista | Erst bei den letzten Trainingseinheiten war etwas Zufriedenheit bei Trainer Wolfgang Hoffmann festzustellen. Bis zwei Wochen vor der Biathle-Europameisterschaft im portugiesischen Setubal zeigten seine Athleten Uwe Diker (Voerde) und Kurt Tohermes (Hünxe) nicht die nötige Form, um an die Leistungen anzuknüpfen, die sie bei der WM in Sofia vor zwei Jahren gezeigt hatten. Diker hatte durch einen schweren Autounfall erheblichen Trainingsrückstand und Tohermes blieb durch die kalte Witterung zu lange auf der Langstrecke. Auch bei den deutschen Meisterschaften zeigten die Beiden noch nicht die Zeiten, die nötig sind, um international auf der Senioren-Strecke im Biathle (1.000m Laufen / 100m Schwimmen / 1.000m Laufen) mitzuhalten.
Ziel war es, nach dem WM-Teamtitel 2011 nun auch den EM-Teamtitel zu holen. Dritter im deutschen Masters-Team war Hansjörg Kuck aus Bonn, der bei der WM auch die Bronzemedaille in der Einzelwertung geholt hatte. Hauptrivalen waren das britische Team und die portugiesischen Gastgeber.
Die Laufstrecke an der Strandpromenade war sehr eckig und vor allem war die Schwimmstrecke von sehr starker Strömung beeinträchtigt.
Nach dem Start setzte sich gleich eine Spitzengruppe ab, zu der auch Kuck, ein Portugiese und ein Brite gehörten. Diker und Tohermes lagen im ersten Laufsplitt an der Spitze der Verfolgergruppe, in der auch zwei Briten vertreten waren. Ein Portugiese musste schon früh abreißen lassen. Nachdem ersten Laufen lag das deutsche Team einen Punkt vor den Briten. Beim Schwimmen musste Diker seinen direkten Gegner ziehen lassen. Tohermes und sein britischer Gegner kämpften nach der Rückboje so heftig miteinander, dass sie beide abgetrieben wurden und in der Fangleine landeten. So lagen die Briten vor dem zweiten Laufsplitt einen Punkt in Führung und die letzten 1.000 Meter mussten die Entscheidung bringen. Tohermes konnte sich beständig von Watson lösen und Diker überholte Mick Flagherty schon auf den ersten 500 Metern. So lag das deutsche Team am Ende mit genau einem Platzierungspunkt auf Platz eins und Trainer Wolfgang Hoffmann auch mit den Zeiten seiner Athleten zufrieden sein.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.