Jugendliche Impulse für die Zukunft der Region

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  Iserlohn: Rock + Pop Fabrik |

Ob der „Juckel-Tripper“ schon bald über Südwestfalens Straßen „juckelt“ oder das „Gap Year“ zwischen Soest und Siegen salonfähig wird, lässt sich heute kaum sagen. Fest steht aber: Die Ideen, mit denen die jungen Leute ihre Heimatregion Südwestfalen zukunftsfähig machen wollen, sind klug, originell und reizvoll zugleich. UTOPiA 2016 wird konkret.

Zum zweiten Mal trafen sich Jugendliche und junge Erwachsene am Samstag (19. November) auf Einladung der Südwestfalen Agentur zur Jugendkonferenz „UTOPiA“. Nach der Premiere im vergangenen Jahr in Hilchenbach wurde diesmal in der Rock + und Pop Fabrik Iserlohn-Letmathe diskutiert, nachgedacht, entworfen und geplant. Was zieht die jungen Leute nach Südwestfalen? Was hält sie fern? Wie kann die Region authentisch vermarktet werden? Wie lässt sich Südwestfalen besser mobilisieren? Fragen gab es genug. Dabei konnten die 30 jungen Männer und Frauen im Alter zwischen 16 und 26 Jahren auf die Ergebnisse aufbauen, die sie zum Teil selbst vor Jahresfrist erarbeitet hatten. Gemeinsam mit neuem Input standen gegen Mittag mehr als ein halbes Dutzend Projektideen auf den Flipcharts – von Dorf-TV und Vernetzungsmöglichkeiten kreativer Köpfe bis hin zu StartUps und neuen Mobilitätsangeboten. In die engere Auswahl, die am Nachmittag intensiv diskutiert wurde, schafften es schließlich der „Partybus“ mit Arbeitstitel „Juckel-Tripper“, der junge Leute aus ländlichen Regionen einsammelt und sie zu größeren Events bringt, und das so genannte „Gap Year“-Programm, das jungen Menschen in einem Jahr drei Praktika in unterschiedlichen Unternehmen ermöglicht.

Rauchende Köpfe


„Bei den Teilnehmern rauchten sprichwörtliche die Köpfe“, zeigte sich Dr. Stephanie Arens, Projektleiterin und UTOPiA-Verantwortliche bei der Südwestfalen Agentur, beeindruckt vom Engagement der jungen Leute, die aus allen fünf südwestfälischen Kreisen nach Letmathe gekommen waren. Nach dem erfolgreichen Auftakt des außergewöhnlichen Formats ging es diesmal darum, die erarbeiteten Projektideen möglichst konkret fortzuführen und in ein realitätsnahes Konzept zu überführen. „Wir fordern viel von den Jugendlichen und jungen Erwachsenen“, so Stephanie Arens weiter, „aber wir merken auch, dass sie Lust haben, etwas zu tun, sich zu engagieren und ihren Standpunkt zu vertreten.“ Natürlich könne nicht jede Idee verwirklicht werden, aber: „Wenn wir in absehbarer Zeit einige Projekte, die wir heute diskutiert haben, umsetzen können, wäre das toll.“ Davon überzeugten sich unter anderem auch Thomas Gemke, Landrat des Märkischen Kreises und Aufsichtsratsvorsitzender der Südwestfalen Agentur, sowie Dr. Karl Schneider als Landrat des Hochsauerlandkreises. Beim Besuch der Veranstaltung suchten sie aktiv den „kurzen Draht“ zu den jungen Südwestfalen und erhielten einen guten Eindruck davon, wie die heutige Jugend ihre Heimatregion wahrnimmt.

Auf einem guten Weg


Auch Hubertus Winterberg, Geschäftsführer der Südwestfalen Agentur, sieht „UTOPiA“ auf einem guten Weg. „Nach dem starken Auftakt der UTOPiA letztes Jahr in Hilchenbach hat sich in diesem Jahr gezeigt, dass es lohnt, in dauerhaftem Dialog mit den jungen Menschen zu bleiben. Es ist wichtig, zukunftsfähigen Projekten die notwendige Zeit zur Verwirklichung zu geben.“ Sein besonderer Dank galt erneut den Sparkassen in Südwestfalen, die die Konferenz mit ihrer Unterstützung ermöglichten, sowie der Rock + Pop Fabrik Iserlohn, die den perfekten Rahmen für die beliebte Jugendwerkstatt bot.

Wie geht es nun weiter? Das Ziel der Agentur steht fest: Aus diesen Utopien soll Wirklichkeit werden. In weiteren Workshops sollen mit den Jugendlichen in den nächsten Monaten die Ideen weiter geschärft und bis zur Umsetzungsreife konkretisiert werden. Die Anregungen und Ideen der Jugendlichen werden zudem in der Bewerbung zur REGIONALE 2022 bzw. 2025 berücksichtigt werden, an der derzeit mit Hochdruck gearbeitet wird. Zusätzlich hat die Südwestfalen Agentur beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft einen Förderantrag gestellt, um Personal und Sachmittel aus dem Programm „Ländliche Entwicklung“ für die Jahre 2017 bis 2019 zu bekommen. Läuft alles glatt, könnte Südwestfalen mit UTOPiA Modellregion für ganz Deutschland werden.
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