"Alle Bürger mitnehmen" - Neujahrsempfang der Stadt Iserlohn

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Die Iserlohner Gruppe "The Truemen" sorgte - dieses Mal als Akustik-Trio - für den außergewöhnlichen musikalischen Rahmen des Neujahrsempfangs.
Iserlohn: Parktheater | Rund 400 Gäste hatten es sich auch in diesem Jahr nicht nehmen lassen, am Samstagvormittag dem Neujahrsempfang der Stadt Iserlohn im Parktheater beizuwohnen.

Iserlohn. Im Mittelpunkt des offiziellen Teils, der vom Truemen-Trio musikalisch umrahmt wurde, stand die Neujahrsansprache von Iserlohns Bürgermeister. Dr. Peter Paul Ahrens fand dabei sehr schnell von der weltpolitischen Großwetterlage mit der "aktuellen Zeit der Verunsicherung" zum Geschehen in der Waldstadt. Erfreut zeigte sich Ahrens, dass der jahrelang schwelende Schulstreit endlich beendet worden sei und sich damit einhergehend die Streitkultur im Rat in den vergangenen Monaten wieder deutlich verbessert habe.
Für die Politik und die Verwaltung sei das abgelaufene Jahr geprägt gewesen von Umstrukturierungen und Neuausrichtungen. "Aber ich bin mir absolut sicher, dass wir in diesem Bereich die richtigen Entscheidungen für Verwaltung und ganz Iserlohn getroffen haben", zeigte sich Dr. Ahrens überzeugt. Gerade mit dem neuen Ressort "Kultur, Migration und Teilhabe" habe man eine Antwort gefunden auf eine sich wandelnde Stadtgesellschaft. "Wir sind aufgerufen, allen Menschen in unserer Stadt Teilhabe an gesellschaftlichen und politischen Prozessen zu ermöglichen, um Iserlohn als lebendige Kommune weiterentwickeln zu können."
Weitere wichtige Themen, die Politik, Verwaltung und Bürger in 2018 und den folgenden Jahren beschäftigen werden, sind die zwingend notwendige Digitalisierung des Rathauses, die Neugestaltung des Schillerplatz-Areals, das Thema Stadtmarketing/Citymanagement sowie die Frage nach der Zukunft des Veranstaltungszentrums Alexanderhöhe. "Für mich steht hier außer Frage, dass eine Stadt unserer Größenordnung eine Veranstaltungshalle braucht. So stellt sich nicht die Frage, ob wir einen Ersatz für die Parkhalle brauchen, sondern, wo und in welcher Form", legte sich Dr. Ahrens fest.
Im letzten Teil seiner Ansprache widmete sich Iserlohns Bürgermeister dann ochmal dem Thema südliche Innenstadt. "Wir haben viel Geld in die Hand genommen, um den Fritz-Kühn-Platz zu einem Ort der Begegnung zu machen. Bedauerlicherweise müssen wir aber feststellen, dass die so wünschenswerte Belebung des Parks bisher nicht in ausreichendem Maße stattgefunden hat." Vielmehr seien die Klagen über die Zustände in der gesamten südlichen Innenstadt im vergangenen Jahr lauter und vehementer geworden. Um die gefühlte und tatsächliche Sicherheit der Iserlohner zu verbessern, sieht Dr. Ahrens aber vor allem die Polizei durch größere Präsenz und die Strafverfolgungsbehörden in der Pflicht. Auch eine Ausweitung der Videoüberwachung - mit Augenmaß - befürwortet Iserlohns Bürgermeister, "denn es ist für mich ein unerträglicher Zustand, wenn sich Menschen in den Abendstunden nicht mehr auf die Straße trauen, weil sie Angst davor haben, Opfer von Straftaten zu werden."
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